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25/11/2015 03:44 CET | Aktualisiert 25/11/2015 04:05 CET

Beißende Zehn-Zentimeter-Spinnen suchen deutsche Wohnungen heim

Wenn ihr eine Spinnen-Phobie habt, dann seid ihr hier im falsch. Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) berichtet von riesigen Spinnen in deutschen Häusern. Von den Achtbeinern gibt es derzeit besonders viele, da in den vergangenen Wochen sehr mildes Wetter herrschte. Jetzt suchen sie sich alle einen warmen Platz zum Überwintern, da sind Wohnhäuser besonders verlockend.

Die Riesentiere heißen Hauswinkelspinnen und können bis zu zehn Zentimeter groß werden. Sie sind also fast so groß wie eine Hand. Damit zählen sie zu den größten in Deutschland vorkommenden Spinnenarten. Aufgrund des Winters, versuchen sie, durch offene Fenster, oder Türen zu krabbeln, um sich vor der Kälte zu schützen. Oft reicht ihnen auch nur eine Türritze, um in die Häuser zu kommen.

Riesige Tiere mit acht Beinen, schlimm genug. Es kommt noch arger: Sie können beißen. Zwar nur sehr selten, aber trotzdem keine angenehme Vorstellung. Die WAZ zitiert den Biologen Marcus Schmitt: "Sie sind völlig harmlos." Sollte es doch einmal zu einem Spinnenbiss durch eines der Tiere kommen, würde es nur ein bisschen brennen und leicht erröten. Aber das verginge innerhalb weniger Stunden wieder, schreibt die WAZ. Sie durchdringen "nur selten die feste menschliche Haut", sagt der Experte weiter.

Das Netz der Hauswinkelspinne hat die Form eines Trichters. Es hängt oft in Ecken einer Wohnung. In ihrem Trichternetz verbringen die Tiere laut Arachnologischer Gesellschaft fast den ganzen Tag. Nur nachts würden sie aktiv werden und ihr Netz verlassen. Oh Gott.

In freier Natur findet man die trichterförmigen Wohnröhren meist in hohlen Baumstämmen, unter Steinen oder unter Böschungen. Aufgrund ihres Netzbaus gehört die Hauswinkelspinne zu den Trichterspinnen, davon gibt es weltweit rund 100 verschiedene Arten. Vögel, Igel und Katzen fressen die Spinnen gern.

Die WAZ hat mit einem Experten gesprochen, um herauszufinden, wie man sich vor den Ekeltieren schützen kann. Damit sich im eigenen Heim keine netzartigen Trichter in den Raumecken verstecken, empfiehlt der Experte, Fliegengitter anzubringen. Auch Bürsten an der Unterseite der Türen sollen die Achtbeiner fernhalten.

Solltet ihr doch einmal eine Hauswinkelspinne sehen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren: Mit einem Glas könnt ihr die Tiere einfangen. "Einfach darüber stülpen, eine Karte unter den Rand schieben und dann hinaus in den Garten damit", erklärt Schmitt der WAZ.

Warum tut sie das?: Biss kann tödlich sein: Kreischende Frau versucht Riesen-Spinne aus Versteck zu locken


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