POLITIK
25/11/2015 05:15 CET | Aktualisiert 25/11/2015 05:24 CET

FDP-Chef Lindner fordert, Flüchtlingszahlen um mehr als die Hälfte zu senken

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FDP-Chef Christian Lindner

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Es ist die schwerste Zeit für Kanzlerin Angela Merkel: Wegen der Flüchtlingskrise ärgert sie sich immer wieder mit ihrem Fraktionspartner, der CSU, herum. Auf deren Parteitag spitzte sich die Situation noch weiter zu, als CSU-Chef Horst Seehofer die Kanzlerin deftig abkanzelte. Und es gibt einige, die derzeit die Fühler nach ihrem Posten ausstrecken.

"Enorme Sogwirkung" - was nun?

Wann sich die Situation entspannt, ist völlig unklar. Tatsächlich wird der Druck auf Merkel immer stärker. Und nun kommt auch noch Kritik aus dem Lager eines ehemaligen Regierungspartners - der FPD.

Deren Chef Christian Lindner mischt sich per Interview auf "Focus Online" in die Flüchtlingsdebatte ein - und scheut sich nicht, ausführlich Bilanz über die Fehler in der Asylkrise zu ziehen.

Die Kanzlerin habe "durch gewisse Fehlentscheidungen eine enorme Sogwirkung in Richtung Deutschland erzielt", sagt Lindner. Das habe zu einer Situation geführt, für die nun Lösungen benötigt würden.

Keine "Motivationstrainer-Rhetorik" mehr

Er geht Merkel scharf an: "Frau Merkel sagt 'Wir schaffen das'. Ich möchte gerne wissen: Wie schaffen wir das? Ich möchte nicht Motivationstrainer-Rhetorik hören, sondern ich will jetzt kluges Politikmanagement sehen."

Von Merkel brauche es ein Signal an die Flüchtlinge, versehen mit der Botschaft: "Unsere Kapazitäten sind begrenzt. Wir helfen Euch auch vor Ort, wo Ihr jetzt seid!"

Nach Kontingenten für Flüchtlinge gefragt, positioniert sich Lindner eindeutig: "Die Zahl der Flüchtlinge muss sich mehr als halbieren." Ein Fortschritt wäre es demnach zudem, wenn Flüchtlinge nach Quoten auf die EU-Länder verteilt würden.

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