ENTERTAINMENT
25/11/2015 06:01 CET | Aktualisiert 25/11/2016 06:12 CET

Jetzt stänkert Herbert Grönemeyer gegen den NDR

ddp Images
Grönemeyer spricht sich für Naidoo aus.

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Dieses Thema wird Deutschland noch eine Weile beschäftigen: Nachdem der NDR Xavier Naidoo (44, "Dieser Weg") zunächst für den Eurovision Song Contest 2016 nominiert hatte, ihn aber nach diversen Protesten wieder von dem Musik-Wettbewerb abzog, steht der Sender nun erneut heftig in der Kritik. So klagt Naidoos Kollege Herbert Grönemeyer (59) via Facebook: "Der NDR konnte sich glücklich schätzen, so ein Kaliber wie Xavier für seine Eurovision gewonnen und überredet zu haben. Was jetzt auf seinem Rücken für ein absurdes Theater abgefertigt wird, ist unverständlich", schreibt der Musiker.

Naidoo stand wegen seiner politischen Äußerungen in der Vergangenheit in der Kritik. 2011 sinnierte der Sänger im ARD-Morgenmagazin: "Nein, wir sind nicht frei. Wir sind immer noch ein besetztes Land, Deutschland hat keinen Friedensvertrag und dementsprechend ist Deutschland auch kein echtes Land und nicht frei." Ähnliches wiederholte er später vor einer Gruppe Rechtspopulisten, den selbsternannten "Reichsbürgern".

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"Weder homophob, noch rechts"

40 NDR-Mitarbeiter sollen nach Naidoos ESC-Nominierung deshalb einen Brandbrief an die Senderleitung geschrieben haben. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hätten die Unterzeichner des Briefs dem NDR vorgeworfen, Naidoo verpflichtet zu haben, "obwohl er mit Antisemitismus, Homophobie und Verschwörungstheorien in Verbindung gebracht würde". Daraufhin zog der Sender die Nominierung wieder zurück.

"Xavier ist einer der besten und etabliertesten Musiker und Sänger bei uns, weder homophob, noch rechts und reichsbürgerlich, sondern neugierig, christlicher Freigeist und zum Glück umtriebig und leidenschaftlich", setzt Grönemeyer nun den Behauptungen entgegen. "Wir brauchen keine Gesinnungspolizei oder Meinungsüberwachung, sondern hoffentlich 80 Millionen verschiedene Köpfe und Wahrheiten."

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