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24/11/2015 08:41 CET | Aktualisiert 24/11/2016 06:12 CET

Australopithecus Afarensis: Warum Google im Doodle Affenmensch Lucy zeigt

Das Google-Doodle vom 24. November zeigt Australopithecus Afarensis.
Screentshot/Google
Das Google-Doodle vom 24. November zeigt Australopithecus Afarensis.

Google feiert am Dienstag mit einem Doodle die Entdeckung von Lucy. In Wissenschaftskreisen ist sie besser bekannt als Vertreterin der Australopithecus afarensis, einem Vorläufer des Homo Sapiens. Vor exakt 41 Jahren wurde am 24. November das bislang am besten erhaltene Skelett gefunden - 40 Prozent davon waren intakt. Doch das war nicht die einzige Besonderheit: Lucy ist von den bisher gefundenen Menschenaffen-Arten die dem Menschen am ähnlichsten. Das bedeutet durch den Fund war eine genaue Rekonstruktion einer der frühesten Hominiden möglich. Heute weiß man: Lucy lebte vor rund 3,2 Millionen Jahren in Äthiopien.

Nicht nur das Gesicht des Affenmenschen konnte anhand der Schädelstruktur modelliert werden. Anhand der Krümmung von Lucys Wirbelsäule und Knien waren zudem Erkenntnisse über den aufrechten Gang möglich, der diese Menschenform vom Affen unterschied.

Wieso Lucy Lucy heißt

Dementsprechend zeigt das Doodle einen Menschenaffen, der auf allen Vieren geht, einen aufrecht gehenden Menschen - und dazwischen Lucy. Den Namen verdankt sie übrigens dem Beatles-Song "Lucy in the Sky with Diamonds", den die Forscher am Tag ihrer Entdeckung gehört haben sollen.

Den wissenschaftlichen Namen Australopithecus afarensis hat Lucy 1918 erhalten, wobei der Artname an das äthiopische Nomadenvolk der Afar erinnern soll. Der Gattungsname Australopithecus geht dabei auf den britischen Anthropologe Raymond Dart zurück. Er hatte bereits im Jahr 1924 in Südafrika einen 2,3 Millionen Jahre alten Schädel entdeckt und die neue Hominidenart als Australopithecus africanus beschrieben. Dabei setzt sich Australopithecus aus dem lateinischen Wort für südlich ("australis") und dem griechischen Begriff für Affe ("pithekos") zusammen. Das erklärt "Spektrum".

Die zehn irrsten Verbrechen, die auf Google Earth festgehalten wurden, sehen Sie in diesem Clipfish-Video

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