POLITIK
24/11/2015 15:08 CET | Aktualisiert 24/11/2015 15:54 CET

Mit diesem einen Wort kapituliert Gabriel in der Flüchtlingskrise

dpa

Es ist ein Vorwurf, den sich die Bundesregierung schon seit Monaten anhören muss. In der Flüchtlingsfrage hätten die Verantwortlichen längst die Kontrolle verloren, hieß es bisher vor allem von Asylkritikern.

Etwas überraschend kommt deshalb dieses aktuelle Statement von Vizekanzler Sigmar Gabriel. In einer Pressekonferenz sprach der SPD-Chef am Dienstagabend selbst von "Kontrollverlust" der Regierung. "Was die Menschen irgendwie sehen wollen, ist, dass wir wieder Kontrolle über das Land zurückgewinnen", fügte Gabriel hinzu.

Auch wenn diese Aussage drastisch klingt, betonte Gabriel weiterhin seine Unterstützung der Politik der offenen Grenzen. In der Pressekonferenz bestätigte Gabriel, dass er wie Merkel nicht an Grenzschließungen glaube. Europa könne man "erstmal für ein paar Jahre beerdigen", sollte dies tatsächlich eintreffen.

Das Problem sieht Gabriel nicht in der Anzahl der Flüchtlinge. Laut dem Vizekanzler ist der Faktor Zeit viel problematischer für die Bundesregierung. Deshalb müsse man die Geschwindigkeit herausnehmen und für eine geordnete Zuwanderung von Bürgerkriegsflüchtlingen sorgen, so Gabriel.

Merkel und Gabriel sind in der Flüchtlingsfrage inwzischen wieder halbwegs auf einer Linie. Beide haben laut Gabriel das gleiche Konzept: Die Außengrenzen zu sichern und Flüchtlinge geordnet nach Deutschland zu holen.

mit Material der dpa

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