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23/11/2015 05:21 CET | Aktualisiert 23/11/2015 09:30 CET

Sehr seltenes Breitmaulnashorn in San Diego gestorben

Das Nördliche Breitmaulnashorn "Nola" ist in den USA gestorben. Nun leben nur noch drei Tiere ihrer Art weltweit.
Lenny Ignelzi/AP
Das Nördliche Breitmaulnashorn "Nola" ist in den USA gestorben. Nun leben nur noch drei Tiere ihrer Art weltweit.

Trauer im Zoo von San Diego: "Nola" ist mit 41 Jahren gestorben. Der Tod des Nashorns ist aber nicht nur ein tragisches Tierschicksal. Es verschärft die Situation ihrer Art erneut. Denn das Nördliche Breitmaulnashorn das seltenste Großsäugetier. Nach "Nolas" Tod gebe es auf der ganzen Welt nur noch drei Exemplare, wie der Zoo am Sonntag nach Angaben des Sender Fox5 San Diego mitteilte.

Der Zoo von San Diego in Kalifornien arbeitet nach eigenen Angaben mit dem Ol-Pejeta-Tierreservat in Kenia zusammen, um weiße Breitmaul-Nashörner nicht aussterben zu lassen. In dem Reservat selbst lebt noch ein Nashorn-Bulle dieser seltenen Art mit zwei Weibchen. Aber die meisten der Tiere sind dem Zoo zufolge zu alt, um sich fortzupflanzen. Das berichtete der US-Sender weiter.

"Nola" musste eingeschläfert werden

"Nola" selbst war im Sudan zur Welt gekommen und dann mit rund zwei Jahren gefangen worden. Zunächst lebte sie in einem tschechischen Zoo, bevor sie 1989 dann in den bekannten Zoo von San Diego umzog, so der "Spiegel". Die Nashorn-Dame befand sich in ihren letzten Lebenswochen unter medizinischer Betreuung wegen altersbedingter Gesundheitsprobleme. Wegen einer bakteriellen Infektion am Beckenbereich musste das Tier Mitte November operiert werden. Alles lief gut. Vergangene Woche verschlechterte sich ihr Zustand jedoch rapide. Sie soll weniger aktiv gewesen sein und auch ihr Appetit hatte nachgelassen. Daraufhin wurde beschlossen, "Nola" einzuschläfern, so der Zoo auf seinem Blog.

Erst im Juli war in einem Zoo in Tschechien ein Nördliches Breitmaulnashorn gestorben. Es gilt als seltenstes Großsäugetier der Welt und als unmittelbar vom Aussterben bedroht. Es war ursprünglich in einem Gebiet vom Kongo über Uganda und den Sudan bis hinein in den Tschad verbreitet. Der Bestand des Südlichen Breitmaulnashorns ist hingegen nach Angaben der Umweltorganisation WWF nach Schutzmaßnahmen inzwischen wieder auf über 20.400 Tiere gewachsen.

Mit Material von der dpa

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