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23/11/2015 13:41 CET | Aktualisiert 01/08/2016 05:31 CEST

Matcha-Tee: So hilft das Superfood eurer Gesundheit

Ein besonderer Genuss: Latte Matcha
Kirinohana/Flickr
Ein besonderer Genuss: Latte Matcha

  • Matcha-Tee schmeckt umami

  • Es gehört zur japanischen Teezeremonie

  • Deshalb stärkt Matcha unsere Gesundheit

In Japan ist Matcha-Tee fester Bestandteil der traditionellen Teezeremonien. Was die Japaner längst wissen, wird nun auch im Westen immer häufiger bemerkt. Matcha stärkt die Gesundheit, macht munter und soll Krankheiten wie Alzheimer verlangsamen. Ein Superfood zum Trinken.

Zugegeben: Die leuchtend grüne Farbe von Matcha-Tee erinnert auf den ersten Blick eher an zuckrige Energydrinks als an Tee. Doch der traditionelle Grüntee aus Japan ist Natur pur. Anders als andere Teesorten wird Matcha-Tee nicht direkt aus den Teeblättern zubereitet, sondern aus Pulver.

Woher stammt der Matcha-Tee?

Schon aus dem frühen Mittelalter ist die Verwendung des Teepulvers in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) bekannt. Dazu wurden die reifen Blätter des Teebaums geerntet, getrocknet und zu Pulver zerstoßen. Der Name Matcha weist auf diese Besonderheit hin, denn Mat-Cha bedeutet nichts anderes als "gemahlener Tee".

Aus China fand der Tee seinen Weg nach Japan, wo er Bestandteil der berühmten japanischen Teezeremonie wurde. Dafür wird etwa ein Gramm Matcha-Tee in eine Teeschale gegeben und mit heißem Wasser aufgegossen. Mit einem speziellen Bambusbesen, Chasen genannt, wird der Tee nun gerührt und geschäumt.

In Japan wird das Teepulver zudem in vielen anderen Produkten genutzt, zum Beispiel als Milchmischgetränk (wie im Westen Kakaopulver) oder als Beigabe zu Joghurt, Eiscreme und Keksen.

Wissenswert am Rande: Der Geschmack des richtig zubereiteten hochwertigen Matcha-Tees entspricht exakt dem fünften Geschmackssinn "umami".

So hilft dieser Tee beim Einschlafen

Eine Besonderheit ist die Aminosäure L-Theanin, die ausschließlich in Teesträuchern (Camellia sinensis) vorkommt und im Matcha-Tee besonders hoch konzentriert ist. L-Theanin übt eine beruhigende und Stress lindernde Wirkung auf Körper und Geist aus. Insbesondere abends hilft eine Tasse Matcha-Tee beim Abschalten und entspannten Einschlafen.

Experten wie Ulrich Engelhardt vom Institut für Lebensmittelchemie an der TU Braunschweig, der seit Jahren die gesundheitliche Wirkung von Tees erforscht, bestätigen den Einfluss von Matcha-Tee auf die Gesundheit zum Beispiel gegenüber der Nachrichtenseite "Spiegel Online". Allerdings steht die westliche Forschung noch am Anfang.

Belegt ist beispielsweise, dass Matcha-Tee zu bis zu 40 Prozent aus Catechinen besteht. Diese zählen zu den Polyphenolen, also den sekundären Pflanzenstoffen, die eine hohe antioxidative Wirkung haben. Sie fangen freie Radikale im Körper und mindern den oxidativen Stress der Zellen. Dies stärkt auf lange Sicht die Gesundheit und verhindert die Entstehung verschiedener Krankheiten.

Weiterhin üben Catechine eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel aus und verhindern die Bildung von sogenannten Plaques. Diese gelten als Auslöser für Gefäßkrankheiten wie Arteriosklerose und sind an der Entstehung von Alzheimer beteiligt.

Epigallocatechin-Gallet (EGCG) wurde in mehreren Studien als wirksame Waffe zur Bekämpfung von Krebs identifiziert. Das im Grüntee enthaltene EGCG hemmt das Wachstum der Krebszellen durch das Lahmlegen eines Enzyms. Schon zwei bis drei Tassen Grüntee pro Tag könnten dabei helfen, Tumore an der Ausbreitung zu hindern.

Die richtige Zubereitung von Matcha-Tee

Am schönsten ist natürlich die klassische japanische Teezeremonie. Den dazu benötigten Chasen-Bambusbesen gibt es im Fachhandel, zum Beispiel in gut sortierten Asia-Shops oder online. Doch das Teepulver kann auch in grüne Smoothies gerührt oder als Backzutat verwendet werden. Ein besonderer Genuss aus Japan ist Matcha-Tee als Milchmischgetränk: Matcha Latte.

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