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23/11/2015 02:00 CET | Aktualisiert 23/11/2015 02:06 CET

Ein Flüchtling verliert einen Brief an einem griechischen Strand - jetzt kennt ihn die ganze Welt

dpa

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Erik Wiman wollte es so machen wie viele Reporter derzeit. Er reiste nach Griechenland, um von dort über die Flüchtlingskrise zu berichten. Noch immer kommen trotz kalten Wetters und Herbststürmen täglich Tausende Flüchtlinge auf den griechischen Inseln an.

Aber statt auf Leid und Verzweiflung stieß Wiman auf die vielleicht traurigste Liebesgeschichte des Jahres. An einem Strand auf der Insel Samos fand der Schwede einen Liebesbrief eines Flüchtlings auf Arabisch.

Einer Sätze aus dem Brief lautet: "Meine Rose, ich verspreche dir, ich werde dich bis zur letzten Minute meines Lebens lieben". Der Verfasser schreibt weiter: "Ich verspreche Dir, nie etwas zwischen uns kommen zu lassen." Unterschrieben ist der Liebesbrief mit "Hamody". Wiman glaubt, dass es eine Kurzform für Mohammed oder Ahmad ist.

Der Brief war wasserdicht verpackt. "Hamody" verlor ihn wohl, als er an der griechischen Küste an Land gehen wollte. "Vielleicht sind sie noch zusammen oder das Leben hat sie gezwungen sich zu trennen", schreibt Wiman über das Paar in einer schwedischen Zeitung.

Jetzt versucht Wiman die Liebenden über das Internet zu finden. Unter dem Hashtag #FindRose sucht er auf Twitter weltweit nach dem Verfasser. Zahlreiche Medien in Europa und den USA haben schon über den Brief berichtet. Vielleicht klärt sich auf diese Weise am Ende die Geschichte der Liebenden von Samos.

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