POLITIK
21/11/2015 15:20 CET

Piloten von Todesdrohnen gestehen: Wir nahmen Drogen und hatten ein Alkohol-Problem

Insider Packen aus: Drogenabhängigkeit im US Drohnenprogramm
Getty Images North America
Insider Packen aus: Drogenabhängigkeit im US Drohnenprogramm

Die Soldaten, die im amerikanischen Drohnenprogramm die Maschinen steuern, tragen viel Verantwortung. Während die Soldaten in Sicherheit sitzen, schießen sie auf vermeintliche Terroristen.

Nun sprachen Insider über die schockierenden Zustände hinter verschlossenen Türen - und wie dabei regelmäßig fälschlicherweise unschuldige Zivilisten getötet werden.

"Man tut alles, um die Realität zu verzerren"

Nicht alle ‚Feinde’ waren ‚Feinde’“, erzählte der ehemalige Pilot Cian Westmoreland, der für 204 Tötungen verantwortlich war und seit seinem Ausstieg an Depressionen und Angstzustände leidet, dem britischen "Independent".

Um der Realität zu entfliehen, fand das Team seine ganz eigene Methode: „Alkoholismus wurde nicht als Problem angesehen. Jede Nacht fuhren wir nach der Arbeit nach Las Vegas und betranken uns für drei oder vier Stunden. Ich hatte außerdem ein Kokain-Problem ...“, erzählte Haas ganz offen, "man tut alles, um die Realität zu verzerren und sich vorzustellen, man wäre nicht dort."

Konsequenzen bei Tötung unschuldiger Zivilisten

„Wenn man den Vater, Onkel oder Bruder von jemandem tötet, der gar nichts mit Terror zu tun hat, werden ihre Familien Rache wollen“, warnte ein ehemaliges Mitglied des Drohnenprogramms Brandon Bryant vor Kurzem auf einer Pressekonferenz.

„Es sieht so aus als würden wir mit unseren Taten das Problem nur verschlimmern ... Die Drohnen sind gut darin, Menschen zu töten, es sind nur nicht die richtigen. Haben wir unsere Menschlichkeit vergessen im Streben nach Vergeltung und Sicherheit?“

Moderne Waffentechnik: Mikrowellen-Strahlen: Mit dieser Zukunfts-Waffe will Russland Drohnen abwehren

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite