POLITIK
20/11/2015 07:59 CET | Aktualisiert 14/11/2016 15:46 CET

Das sagt der Vater des Drahtziehers der Pariser Anschläge über seinen Sohn

Es sind harte Worte, die Omar Abaaoud für seinen Sohn findet. Der Vater von Abdelhamid Abaaoud, Drahtzieher der Anschläge von Paris, sagt: Sein Sohn sei "ein Psychopath gewesen, ein "Teufel“.

Nicht glücklich, aber "erleichtert"

Der Vater von Abdelhamid kehrte vor Jahren in sein Geburtsland Marokko zurück. Aus Nordafrika hat er sich nun über eine Anwältin Nathalie Gallant Tode seines Sohnes geäußert.

Gallant sagte dem Fernsehender CNN, ihr Mandant sei nicht glücklich, aber "erleichtert" über den Tod seines Sohnes. Französische Polizisten töteten ihn am Mittwoch bei einem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis.

"Ich muss seinetwegen Medikamente nehmen"

Schon vor fast einem Jahr, nachdem Abdelhamid von der belgischen Justiz als wichtigster Propagandist der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angeklagt und in Abwesenheit zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde, hatte Omar Abaaoud „Spiegel Online“ zufolge gesagt: "Ich kann es nicht mehr ertragen. Ich muss seinetwegen Medikamente nehmen."

Sein Sohn habe die Familie entehrt, klagte der Vater. "Ich will ihn nie wieder sehen, er hat unsere Familie zerstört."

Omar Abaaoud ist nicht der erste Angehörige eines der Paris-Attentäter, der sich zu seinen Familienmitgliedern äußert. Seine Brüder seien völlig unauffällig gewesen, sagte zu Wochenbeginn etwa Mohamad Abdeslam, dessen Geschwister an den Anschlägen beteiligt gewesen sein sollen. Er wisse auch nicht, wo sich sein flüchtiger Bruder Salah Abdeslam jetzt aufhalte.

Mohammed K. gilt als "extrem gefährlich": Dieses Foto zeigt den Bombenbauer der Paris-Attentäter

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