LIFESTYLE
20/11/2015 11:20 CET | Aktualisiert 20/11/2015 12:48 CET

Ein Obachloser will Geld - dann sehen Passanten, was er damit macht

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Wochenlang saß der Obdachlose am Straßenrand und bettelte. Als die Passanten sehen, was er mit dem Geld macht, sind sie fassungslos.

Indem er am Straßenrand gebettelt hat, konnte der 56-jährige Jon Masters genug Geld aufbringen, um sich Künstlerbedarf zu kaufen und fantastische Landschaftsbilder zu malen. Diese verkauft er nun. Seine Geschichte und sein Talent weckten das Interesse seiner Gemeinde Pensacola in Florida. Mittlerweile seien seine Bilder sehr begehrt, berichtet das “Pensacola News Journal”.

Seine Arbeit ist auch motivierend für andere Obdachlose, die Initiative zu ergreifen.

“Sie sehen die Reaktionen, die ich bekomme. Einige von ihnen versuchen nun, eine ähnliche Lösung für ihre Situation zu finden. Sie wollen auch etwas selbst machen,” sagte Masters gegenüber der Zeitung. “Ich bin tatsächlich inspirierend für andere. Das ist für mich das Beste an der ganzen Geschichte.”

Masters hatte zuvor ein paar harte Zeiten durchgemacht. Im August verbrachte er zwei Wochen im Gefängnis. Deshalb musste er seinen besten Freund und Therapiehund Sheba in ein örtliches Tierheim abgeben. In dieser Zeit ging das Boot, auf dem er wohnte, unter. Als er aus dem Gefängnis freikam, mussten er und Sheba auf der Straße schlafen.

Ende September begann Masters dann mit einem Schild am Straßenrand, um Geld zu betteln. Dadurch konnte er sich schließlich Pinsel, Farben und Leinwände kaufen und Gemälde schaffen, die er dann am Straßenrand verkaufte. Zuletzt hat er eine Serie namens “Change” mit schwebenden Bäumen gemalt. Das schreibt er auf seiner Facebook-Seite.

“Wenn es euch schlecht geht und ihr in einem Loch steckt, dann denkt daran, dass es in der Natur der Sache liegt, dass sich alles ändern kann und du jede Situation annehmen kannst, wie einen Baum,” schreibt er.

Masters hatte zum ersten Mal auf einem Bauernmarkt die Gelegenheit, seine Werke zu verkaufen, für 25 Dollar pro Bild. Außerdem arbeitet er mit einem Studio namens Driftology Art & Designs, das wöchentliche Grillabende veranstaltet, bei denen sich obdachlose Künstler treffen und austauschen können.

Die Gemeinde von Pensacola hilft Masters, sich in seiner Kunst weiterzuentwickeln und schenkt ihm Künstlerbedarf und Hundefutter für Sheba. Niemand weiß, was die Zukunft bringt, da Masters noch immer kein richtiges Zuhause hat, aber er will auf jeden Fall mit seiner Kunst weitermachen.

“Ich habe es endlich geschafft, mich mit allem auszustatten, was ein Künstler braucht,” schreibt er auf Facebook. “Ich möchte wirklich allen für ihre Hilfe und Unterstützung danken. Ich komme langsam aus meinem Loch raus. Von Herzen Danke.”

Für mehr Arbeiten von Masters oder wenn ihr eines seiner Werke kaufen möchtet, besucht ihn auf Facebook.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Franca Lavinia Meyerhöfer aus dem Englischen übersetzt.

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