ENTERTAINMENT
19/11/2015 04:16 CET | Aktualisiert 19/11/2016 06:12 CET

Was Til Schweiger in der Asylkrise so richtig absurd findet

Das hat Til Schweiger zur Flüchtlingskrise zu sagen.
ddp images
Das hat Til Schweiger zur Flüchtlingskrise zu sagen.

Sein Engagement für Flüchtlinge brachte ihm viel Spott und Häme ein, aber noch mehr Zustimmung und Unterstützung. Jetzt konkretisiert Schauspieler Til Schweiger (51, "Honig im Kopf") in einem Interview mit dem "RTL Nachtjournal" seine Einstellung zu dem brisanten Thema.

Ihm selbst würden die Schicksale sehr nahe gehen. Er stelle sich einfach vor, dass das seine eigenen Kinder auf der Flucht sein könnten. Er fordert mehr Empathie: "Leute, denkt doch mal nach und beschäftigt euch mit dem Schicksal der Flüchtlinge", sagt Schweiger. Es könne jeden treffen.

Eine restriktive Flüchtlingspolitik, die in manch europäischem Land betrieben wird, stößt beim Schauspieler und Regisseur auf wenig Gegenliebe. "Es kann auch nicht sein, dass Deutschland alle Flüchtlinge aufnimmt und andere Länder einfach sagen: 'Machen wir nicht'", so Schweiger. Fakt sei aber, dass die Flüchtlinge nun in Deutschland seien. Es sei unsere Pflicht als Menschen, zu helfen.

Sehen Sie hier ein Interview mit Til Schweiger bei MyVideo

Ein Problem sieht Schweiger auch in den bürokratischen Abläufen, die Flüchtlinge teilweise über sich ergehen lassen müssten und nennt dabei ein konkretes Beispiel: "Der Mann spricht vier Sprachen: Italienisch, Französisch, Englisch und Arabisch." Er wolle auch unbedingt arbeiten und habe eine Adresse von Freunden in Bremen, wo er wohnen könnte. "Aber dann kommt er erstmal nach Hamburg ins Lager", führt der 51-Jährige aus. Es sei absurd, dass so jemand den Platz für andere wegnehmen würde, die keine Kontakte in Deutschland hätten.

Auch auf kritische E-Mails und entsprechende Einträge bei Facebook geht Schweiger ein. Er habe allerdings aufgegeben, mit Menschen zu sprechen, die "vernagelt" seien. Man müsse aber unentschlossenen Leuten klar machen, dass sie nachdenken und sich mit dem Schicksal der Flüchtlinge beschäftigen sollen.

Für die vielen ehrenamtlichen Helfer hat Schweiger indessen viel Lob übrig: "Die Leute sind so engagiert und sagen nicht: 'Das Boot ist voll, wir wissen nicht mehr, wie wir weiterkommen sollen'." Sie hätten die Haltung 'Wir geben unser Bestes' und würden nicht nur jammern.

Lesenswert:

Nach Treffen mit Sigmar Gabriel: Til Schweiger rastet wegen Häme auf Facebook aus

Photo galleryDie 2 Gesichter des Til Schweiger See Gallery

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite