POLITIK
19/11/2015 05:32 CET | Aktualisiert 19/11/2015 05:34 CET

"Ins Offene": Der CDU-Politiker Jens Spahn schreibt ein Buch über Flüchtlinge, das Merkel schaden könnte

Ein CDU-Politiker schreibt ein Buch, das Merkel massiv schaden könnte
Getty
Ein CDU-Politiker schreibt ein Buch, das Merkel massiv schaden könnte

„Ins Offene “ heißt das Buch. „Deutschland, Europa und die Flüchtlinge. Die Debatte“, heißt der Untertitel.

Und es sieht so aus, als wäre das Buch eines, das Angela Merkel ins offene Messer laufen lässt. Die Kritik an der Kanzlerin ist teilweise verheerend.

Besonders brisant: Das Buch stammt von Jens Spahn, Mitglied im CDU-Präsidium, Staatssekretär beim Bundesfinanzministerium. Er hat 21 „meinungsstarke Autoren“ gebeten, ihre Sicht auf die Flüchtlingskrise darzulegen. Es sind nicht nur meinungsstarke Autoren. Sondern vor allem Prominente. Unter anderem:

Sie haben die Chancen und Risiken der Zuwanderung beleuchtet. „Und dabei gehen gerade die Leute mit CDU-Parteibuch nicht freundlich mit der Politik der Bundeskanzlerin und CDU-Chefin ins Gericht“, schreibt die „Welt“. Das Buch "rügt mitunter sehr deutlich Merkels Flüchtlingspolitik", konstatiert die "Süddeutsche Zeitung".

Dass Jens Spahn dieses Buch so herausgibt, zeigt, wie wenig Rückhalt Merkel in ihrer eigenen Partei hat. Denn Spahn ist kein Hardliner, kein Konservativer, die ihre Abneigung schon lange deutlich gemacht haben. Also eher einer aus jener Ecke, auf die Merkel noch am ehesten zählen konnte. Und er selbst schreibt jetzt eine der krassesten Passagen aus dem Buch: "Obgleich Zigtausende Menschen jeden Tag haupt- und ehrenamtlich fast Übermenschliches leisten, um der Lage Herr zu werden, erleben wir doch in vielen Bereichen eine Art Staatsversagen."

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Umfrage des Allensbach-Instituts: 45 Prozent der Deutschen trauen sich nicht, Flüchtlings-Meinung offen zu sagen

Hier geht es zurück zur Startseite