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19/11/2015 11:52 CET | Aktualisiert 28/02/2016 07:27 CET

Granatapfel soll gegen Krebs helfen - das ist der Grund

Der Granatapfel gilt als Superfood.
Leisa Tyler via Getty Images
Der Granatapfel gilt als Superfood.

Der Granatapfel wird als Frucht des Paradieses im Koran gerühmt, im alten Griechenland als Götterspeise verehrt und in China ein Symbol für Fruchtbarkeit und Kinderreichtum: Keine andere Frucht spielt in der Kulturgeschichte der Menschheit eine so große Rolle wie der Granatapfel.

Heute wird das süße Früchtchen aus dem Orient auf vielfältige Weise genutzt: als Saft und Zutat in Salaten, in Form von Grenadine als Zutat für Cocktails und in Extrakten als Inhaltsstoff vieler Anti-Aging-Produkte. Da der Granatapfel zudem noch vielfältige gesundheitliche Vorteile mit sich bringt, darf er sich mit Fug und Recht als Superfood bezeichnen.

Der Granatapfel als Wunderwaffe gegen Brustkrebs und Prostatakrebs

Zu den vielen Inhaltsstoffen des Granatapfels gehören sekundäre Pflanzenstoffe wie Ellagsäure und Luteolin, die eine krebshemmende Wirkung ausüben. Erste Studien an der US-amerikanischen John Hopkins Universität in Baltimore zeigten, dass die regelmäßige Einnahme von Granatapfelextrakten den bei Prostatakrebs erhöhten PSA-Wert sinken ließ.

Eine weitere Studie in Kalifornien stellte fest, dass die Einnahme einer fünfprozentigen Granatapfellösung Brustkrebszellen absterben ließ und das Wachstum weiterer Zellen hemmte. Natürlich genügt Granatapfel alleine nicht, um eine Krebserkrankung zu behandeln, doch Granatapfelsaft kann zumindest unterstützend wirken und möglicherweise eine vorbeugende Wirkung haben.

Weiterhin besitzt der Granatapfel eine außergewöhnlich hohe Konzentration an Flavonoiden, die oxidativen Stress im menschlichen Körper reduzieren und so Entzündungen hemmen. Dies schützt den Verdauungstrakt und das Herz-Kreislauf-System und beugt arthritischen Erkrankungen vor. Schon ein großes Glas Granatapfelsaft pro Tag wirkt daher wie ein echter Jungbrunnen.

Nicht zuletzt regen die Inhaltsstoffe des Granatapfels den Blutkreislauf an, sodass der Blutfluss und damit die Sauerstoffversorgung der Zellen verbessert werden. Dies stärkt nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit beim Training, sondern auch die geistige Kraft beim Lernen. Bei einer Studie wurde zudem beobachtet, dass Erektionsstörungen nach dem Konsum von Granatapfelsaft deutlich weniger wurden. Kein Wunder, dass die alten Griechen den Granatapfel einst als Frucht der Liebesgöttin Aphrodite rühmten.

Der Granatapfel als Anti-Aging-Waffe

Die Vielzahl der Vitamine und Antioxidantien des Granatapfels spielen in der Naturkosmetik eine wichtige Rolle. Antioxidantien fangen freie Radikale im Körper und schützen die Zellen der Haut vor der vorzeitigen Alterung. So bleibt der Teint länger frisch. Das Öl der süßen Granatapfelkerne steckt voller Punicinsäure, einer Omega-5-Fettsäure, die der Haut zusätzliche Frische schenkt. Das Öl kann pur in die Haut einmassiert oder mit Zucker und Pflanzenöl zu einer Maske verrührt werden.

Wie kann ich den Granatapfel genießen?

Ganz einfach: Den Granatapfel der Länge nach durchschneiden und auslöffeln oder entkernen. Die roten "Samen" im Inneren der Frucht sind richtigerweise die Samenmäntel, die voller köstlichem Saft stecken. In ihrem Inneren erst verbergen sich die tatsächlichen Samen, aus denen das Öl gepresst wird. Die roten Samenmäntel können in vielen Gerichten Anwendungen finden, zum Beispiel in Salaten und als Beigabe zur Soße für Fleischgerichte.

So lässt sich der Granatapfel besonders leicht verarbeiten

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