POLITIK
18/11/2015 14:58 CET | Aktualisiert 18/01/2016 11:48 CET

Geheimpapier enthüllt: Das war der perfide Terror-Plan von Hannover

dpa

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Es ist noch einmal alles gut gegangen in Hannover. Einen Terroranschlag gab es am Dienstagabend nicht, lediglich konkrete Hinweise, über die sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière noch am selben Abend ausschwieg.

Wie brisant die Lage wirklich war, belegt jetzt ein Geheimpapier des Verfassungsschutzes, aus dem die "Bild" zitiert. Darin heißt es, dass „bezüglich der Anschlagswarnung in Deutschland nachstehend vor kurzem zusätzliche Einzelheiten“ eingegangen seien.

Das sind die schockierenden Details aus dem Papier:

  • Eine Gruppe von mehreren Attentätern plane, das Fußballspiel zwischen Deutschland und Holland anzugreifen. Dabei werde der Angriff mit mehreren Sprengsätzen innerhalb des Stadions erfolgen.

  • Zudem solle eine Bombe in der Stadt Hannover detonieren.

  • Ebenfalls lagen den Sicherheitsbehörden Erkenntnisse und Warnungen vor, dass die Sprengsätze in einem Rettungswagen ins Stadion geschmuggelt werden sollten. Gleichzeitig gingen die Sicherheitsbehörden davon aus, dass der Anführer der Gruppe im Stadion anwesend sein solle.

Seine Aufgabe sei es, den Anschlag zu filmen, heißt es laut "Bild" in dem Bericht weiter. In der an den Innenminister Dienstag Abend übermittelten Terror-Warnung sei auch der Hinweis auf einen weiteren zu erwartenden Anschlag am Bahnhof Hannover erfolgt.

Dieser, so heißt es in dem Schreiben, solle nach Mitternacht erfolgen. Tatsächlich war Dienstag Abend gegen 23 Uhr am Bahnhof Hannover eine Bombenattrappe von Einheiten der Polizei gefunden und kontrolliert zur Sprengung gebracht worden.

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