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18/11/2015 11:28 CET | Aktualisiert 18/11/2015 13:12 CET

Ein Emoji ist das Wort des Jahres 2015 der Oxford Dictionaries

Das Emoji "Freudentränen" wird in England am häufigsten getippt.
Tara Moore via Getty Images
Das Emoji "Freudentränen" wird in England am häufigsten getippt.

Ungewöhnliche Wahl! Die britischen Oxford Dictionaries haben ihr Wort des Jahres gewählt - es ist erstmal ein Emoji. Eher konservative Sprachpfleger können diesen Schritt vielleicht nicht ganz nachvollziehen, dass das Smiley-Gesicht mit den Freudentränen den Titel erhalten hat. Aber: "Es wurde das 'Wort' ausgewählt, das am besten Gesinnung, Stimmung und Sorgen des Jahres 2015 verkörpert", begründete Oxford University Press jetzt die Wahl.

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Damit setzte sich das kleine gelbe Gesicht gegen Wörter durch, die ebenfalls das Jahr geprägt haben. Drei Beispiele:

  • "Brexit" ist ein Kunstwort, das auch in Deutschland zu hören war: Es beschreibt den Ausstieg der Briten aus der EU

  • Das Wort "refugee" heißt auf deutsch Flüchtling und wird seit einigen Monaten auch in Deutschland verwendet.

  • Die "ad Blocker" sind Werbe-Blocker.

Auch Hillary Clinton verwendet Emojis

"Ein Emoji ein kleines digitales Bild, um in der elektronischen Kommunikation eine Idee oder ein Gefühl auszudrücken", hieß es am Dienstag zur Begründung weiter. Der "Smiley mit den Freudentränen" sei ausgewählt worden, weil es weltweit 2015 das meistbenutzte Emoji gewesen sei. Das lachende Tränengesicht stehe dieses Jahr für 20 Prozent aller in Großbritannien verwendeten Emojis.

Die ausdrucksstarken Gesichter, die in Chats, Mails und SMS seine Leser anlachen oder auch mal böse anstarren, gibt es zirka seit den späten 1990er-Jahren. Aber 2015 griffen deutlich mehr auf die Emojis zurück - und auch das Wort selbst wurde häufiger verwendet. Längst seien es nicht nur junge Menschen, die Emojis benutzten - auch etwa Hillary Clinton bediene sich ihrer. Das betont Oxford University Press. Der Verlag ist auch in Deutschland bekannt, gibt er zum Beispiel das Oxford English und andere Wörterbücher heraus.

Mit Material von der dpa. Emoji-Bild: Getty Images

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