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18/11/2015 10:02 CET | Aktualisiert 18/11/2016 06:12 CET

Anne Gesthuysen: "Ich bin so richtig in ein Loch gefallen"

Anne Gesthuysen vermisst die Fernsehkameras
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Anne Gesthuysen vermisst die Fernsehkameras

Anne Gesthuysen (46) hat Mut bewiesen und entschied sich ihre Fernsehkarriere an den Nagel zu hängen, um sich vollständig dem Schreiben zu widmen. Dieser Schritt hat sich ausgezahlt, denn ihr erster Roman "Wir sind doch Schwestern" wurde zum Bestseller. Dennoch habe die ehemalige TV-Moderatorin bei ihrem zweiten Buch "Sei mir ein Vater" "richtig Lampenfieber" gehabt, wie sie der Zeitschrift "Bunte" im Interview verriet. Der Erfolg ihres ersten Werks sei "ja eher ein Zufallstreffer" gewesen.

Noch schwieriger als eigene Bücher auf den Markt zu bringen, fiel Gesthuysen allerdings ihr Ausstieg beim ARD-"Morgenmagazin" im vergangenen Jahr. "Ich vermisse die Arbeit vor der Kamera schon sehr", sagt Gesthuysen dem Blatt und vergleicht die TV-Abstinenz mit dem Entzug bei einer Sucht. "Ich bin so richtig in ein Loch gefallen." Selbst ihr Mann Frank Plasberg (58) habe sie nicht aufbauen können.

Anne Gesthuysens neuer Roman "Sei mir ein Vater" ist hier erhältlich

Hilfe vom Life-Coach

Schließlich habe sie sich professionelle Hilfe gesucht. "In Deutschland wird man bei so etwas ja immer noch etwas schräg angeschaut. Aber ich arbeite seit einiger Zeit mit einem Life-Coach zusammen, mit dem ich mich daran erinnere, welche guten Gründe es gab, mit dem 'Morgenmagazin' aufzuhören."

Der Familie zuliebe hatte sie das damals getan, denn die Arbeitszeiten seien nicht familientauglich gewesen. "Ich musste mich entscheiden." So blieb ihr Zeit, zwei Monate intensiv an ihrem Roman zu arbeiten, während Plasberg sich "in dieser Zeit fast allein um unseren vierjährigen Sohn gekümmert" hat.

Auch nachdem das Buch fertig war, unterstützte ihr Mann sie und nahm sich eineinhalb Tage Zeit, um abgeschottet in einem Hotelzimmer das Manuskript zu lesen. "Als er dann anrief, war ich sehr gespannt - seine Kritik kann ja bekanntlich sehr pointiert und scharf sein. Doch er war begeistert - und zu Tränen gerührt."