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17/11/2015 17:20 CET

Woher kam die Warnung vor dem Terror-Anschlag in Hannover wirklich?

dpa

Nach einer Terror-Warnung wurde das Länderspiel Deutschland gegen Holland abgesagt. Doch woher kam die Warnung - und ab wann wussten die Sicherheitsbehörden Bescheid?

In einer Pressekonferenz am Dienstagabend äußerte sich Bundesminister Thomas de Maizière zum Ablauf des Abends. Laut Maizière verdichteten sich die Hinweise auf die Gefährdung des Spiels im Laufe des frühen Abends so stark, dass entschieden wurde, das Spiel abzusagen.

Näheres zur Authentizität der Warnung wollte de Maizière nicht teilen. Aus Gründen der nationalen Sicherheit könne man sich aktuell nicht zu Quellen und Ausmaß der Gefährdung äußern, ließ de Maizière wissen. Außerdem ließ er durchblicken, dass es wohl auch um den Schutz einer "Quelle" ginge.

Laut Informationen von "Bild" gab es aber bereits 30 Stunden vor dem Spiel Hinweise, dass eine Gruppe einen Anschlag planen könnte. Weiter meldet "Bild", der französische Geheimdienst habe die Behörden auf einen irakischen Schläfer hingewiesen, auch von Sprengmitteln und automatischen Waffen sei die Rede gewesen. Offiziell bestätigt wurde bisher nur, dass wohl ausländische Nachrichtendienste im Spiel waren.

Dabei handelt es sich aber vermutlich nicht um die einzige Quelle. In seinem Pressestatement sprach de Maizière mehrmals von "Hinweisgebern", die nicht enthüllt werden dürften, um eine zukünftige Zusammenarbeit zu garantieren.

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