POLITIK
17/11/2015 11:59 CET

Terroristen wüten wie noch nie zuvor: 8 erschreckende Fakten

Dieses Bild zeigt angeblich eines der IS-Terror-Gesichter: Jihadi John.
dpa
Dieses Bild zeigt angeblich eines der IS-Terror-Gesichter: Jihadi John.

Es ist kein Geheimnis, dass der "Islamische Staat" (IS) und die nigerianische Terormiliz Boko Haram barbarisch wüten, Geiseln nehmen, morden.

Neue Zahlen aus dem Global Terrorism Index des Instituts für Economics and Peace (IEP) zeigen das brutale Ausmaß des Terrors dieser Gruppen - und des Terrors weltweit. Die acht erschreckendsten Fakten:

1. So viele Terrortote wie noch nie

Insgesamt 32.658 Menschen fielen dem Bericht zufolge im Jahr 2014 Terroranschlägen zum Opfer. So viele wie noch niemals zuvor.

2. Extremer Anstieg gegenüber dem Vorjahr

Auch der Anstieg fiel so extrem aus wie noch nie: 80 Prozent. 2013 waren noch 18.211 Menschen durch Terrorismus umgekommen.

3. Die meisten Morde begingen Boko Haram und der IS

Alleine Boko Haram und der IS sind demzufolge für 51 Prozent der Todesopfer verantwortlich. 6664 Menschen tötete Boko Haram, gefolgt vom IS mit 6073.

4. Höchste je erfasste Todeszahl in einem Land

Der Irak ist am stärksten vom Terror betroffen. Alleine im vergangenen Jahr starben deswegen dort 9929 Menschen - der Irak stellt damit einen traurigen Rekord als Land mit der höchsten je erfassten Zahl an Terror-Toten auf. In Nigeria kamen durch terroristische Anschläge 7512 Menschen um.

5. Fast 60 Prozent der Angriffe werden in fünf Ländern verübt

Laut dem Bericht sind Afghanistan, Irak, Nigeria, Pakistan und Syrien die Länder mit den meisten Terroranschlägen. 78 Prozent der Todesfälle und 57 Prozent der gesamten Angriffe konzentrieren sich auf diese fünf Länder

6. Die Ursache für Terror hängt vom Reichtum des Landes ab

Steve Killelea, Executive Chairman des IEP, erklärt: "Besonders auffällig an unserer Analyse ist, wie sich die Ursachen für Terrorismus in mehr und in weniger entwickelten Ländern unterscheiden." Im Westen korrelierten sozio-ökonomische Faktoren wie Jugendarbeitslosigkeit und Drogenkriminalität stark mit Terrorismus. In Nicht-OECD-Ländern gebe es einen stärkeren Zusammenhang zwischen Terrorismus und laufenden Konflikten, Korruption und Gewalt."

7. Terror löst Flüchtlingsströme aus

Er führt weiter aus, dass zehn der elf am stärksten vom Terrorismus betroffenen Ländern die höchsten Flüchtlingszahlen und die meisten inländischen Vertreibungen verzeichneten. Das zeige den starken Zusammenhang von der aktuellen Flüchtlingskrise, Terrorismus und Konflikten.

8. Einzeltäter verüben die meisten Terror-Akte im Westen

Im Westen betätigen sich hauptsächlich Einzeltäter terroristisch, sie waren in den vergangenen zehn Jahren für 70 Prozent der gesamten Todesfälle verantwortlich. 80 Prozent aller Getöteten sind Opfer von Einzeltätern, die politische oder religiöse Extremisten, Nationalisten oder Rassisten sind.

Lesenswert:

Anschläge in Frankreich: Bataclan, Stade de France, während Konzert - Videos zeigen das Grauen von Paris

Photo galleryDie Reaktionen der internationalen Presse See Gallery

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite