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17/11/2015 11:59 CET | Aktualisiert 17/11/2015 13:39 CET

Sie wollte keine Muslime behandeln – Jetzt sitzt sie im Gefängnis

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Sie wollte keine Muslime behandeln – Jetzt sitzt sie im Gefängnis

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"Blinks of Bicester nimmt in Zukunft keine Buchungen von Menschen mit muslimischen Glauben an – egal ob mit britischem Pass oder ohne.“ Mit diesem Facebook-Post wollte eine Beauty-Salon Besitzerin in Bicester, England deutlich machen, dass Muslime bei ihr nicht länger willkommen sind.

Die Terroranschläge in Paris waren für die 43-Jährige Unternehmerin der Anlass, sich auf die „Seite ihres Landes zu stellen“ und Muslime aus ihrem Salon zu verbannen. Einige Facebook-User meldeten die Frau bei der Polizei und schon wenige Stunden später wurde sie wegen der Facebook-Hetze verhaftet.

Mit Nationalstolz gegen Muslime

Vor ihrer Verhaftung zeigte sie sich noch siegessicher und schrieb: „Heute Abend wurde ich mit Nachrichten überschüttet, aber wie ich sagte, ich werde keine muslimischen Kunden buchen. Als Bürger Großbritanniens stehe ich absolut hinter meiner Entscheidung.“

Die 43-Jährige veröffentlichte sogar ihre Adresse und lud alle, die sich über den Post brüskierten dazu ein, die Diskussion mit ihr persönlich auszutragen. Statt einem zornigen Facebook-User klopfte allerdings die Polizei an ihrer Tür.

Facebook schlägt zurück

Das Internet hingegen blieb sich treu und reagierte mit Humor. Schon bald erschienen kreative Kundenrezessionen auf der Seite des Salons:

"Als massiver Rassist wollte ich irgendwo meine Haare und Wimpern färben lassen (blond färben, braun = böse) und rassistische Witze genießen. Weil ich helle Haute habe, mein „Britain First“ T-Shirt trug und ein Schinken-Sandwich aß, wurde ich herzlich empfangen. Als ich aber nach meiner Bräunungsdusche mit dem Handtuch auf meinen Kopf den Raum verließ, wurde ich mit einer Mus­li­min verwechselt und musste den Laden verlassen.“

Die Facebook-Seite "Blinks of Bicester" ist mittlerweile nicht mehr online.

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