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11/11/2015 13:08 CET | Aktualisiert 28/02/2016 07:27 CET

Avocado: Eine Kalorienbombe, die mehr kann

Avocado - ein echtes Superfood
wmaster890 via Getty Images
Avocado - ein echtes Superfood

Galt die Avocado wegen ihrer hohen Energiedichte früher als Kalorienbombe, wurde die grüne Frucht mittlerweile rehabilitiert: Dank ihrer vielen gesunden Inhaltsstoffe darf sie sich heute zu den Superfoods zählen, die vor zahlreichen Krankheiten schützen.

Avocado. Für viele ist das die kalorienreiche Frucht, die früher bei keinem kalten Büffet fehlen durfte. Oder eben als Grundbestandteil von Guacamole. Doch dies ist nur die eine Seite der Frucht. Die andere Seite ist ihr enormer Nährstoffgehalt, der sie zu einer der gesündesten Obstsorten der Welt macht. Paradoxerweise hilft die Avocado, richtig eingesetzt, sogar beim Abnehmen.

Eine Birne aus Mexiko - die Geschichte der Avocado

Die Avocado stammt ursprünglich aus Zentralamerika, wo sie an 15 Meter hohen Bäumen wächst. Schon die präkolumbianischen Kulturen der Region wussten die Avocado als Nahrungsmittel zu schätzen, ehe die Frucht mit den Spaniern nach Europa kam. Heute wachsen Avocadobäume in der ganzen Welt, beispielsweise auch am Mittelmeer.

Beim Einkauf ist zu beachten, dass Avocados meist unreif in den Handel gelangen. Sie fühlen sich beim Kauf noch hart an. Zu Hause sollten sie einige Tage in der Obstschale (nicht im Kühlschrank!) reifen dürfen: Sobald die Schale weicher ist, kann die Avocado verzehrt werden. Um die Reifung zu beschleunigen, kann die Avocado mit einem Apfel zusammengelegt werden. Dieser verströmt Ethylen, das den Reifeprozess unterstützt.

Was steckt in der Avocado?

Ihren Ruf als Kalorienbombe hat die grüne Frucht aufgrund des hohen Fettgehaltes: 100 Gramm (dies entspricht nicht einmal einer halben handelsüblichen Avocado) enthalten 25 Gramm reines Fett und gut 200 Kalorien. Wer eine komplette Avocado zu Guacamole verarbeitet und abends mit Nachos verzehrt, nimmt also gut und gerne 1000 Kalorien zu sich.

In Maßen genossen ist die Avocado jedoch ein echtes Superfood mit vielen gesunden Inhaltsstoffen. Beim Fett handelt es sich um gesunde ungesättigte Fettsäuren, die cholesterinsenkend wirken. Dazu kommt ein hoher Gehalt an den Vitaminen A, D, E und K sowie an knochenstärkendem Kalzium und an Lycopin, das freie Radikale im Körper fängt. Das in Avocados enthaltene Lutein und Zeaxanthin stärkt die Sehkraft und trägt dazu bei, Augenschäden wie Glaukomen und der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) vorzubeugen.

Und: Ein Inhaltsstoff der Avocado, das Avocatin B, soll gegen Leukämie helfen. Dieses bewirkte in Labor-Versuchen bereits, dass schädliche Krebs-Stammzellen zurückgingen, während gesunde Zellen unbeschädigt blieben.

Bleibt die Frage, wie es der Kalorienbombe gelingt, beim Abnehmen zu helfen: Dahinter steckt das Enzym Lipase, das zu den ungesättigten Fettsäuren gehört. Lipase ist ein echter Fatburner, der die Fettverbrennung ankurbelt und zugleich verhindert, dass das Fett der Avocado vom Körper gespeichert wird.

Die besten Rezeptideen für die Avocado

Es muss nicht immer Guacamole sein. Avocados lassen sich hervorragend zu gesunden sättigenden Smoothies mixen (zum Beispiel mit erfrischender Zitrone oder süßer Mango) oder in Salaten und Sandwiches verwenden. Ein Hit in Asien ist vegetarisches Sushi mit Avocado. Aber man kann auch aus Schokoladen und Avocado etwas Leckeres zaubern:

Die Bedeutung vom Wort Avocado

Kleine Anekdote für die nächste Party, bei der Avocados serviert werden: Das Wort ist eine moderne Abwandlung des Wortes "ahuacatl" aus der Sprache der Nahuatl, das auch "Hoden" bedeutet. Die beliebte Guacamole besitzt die gleiche Sprachwurzel und leitet sich vom Nahuatl-Wort "ahuacamolli", also Avocadosauce, ab. In Deutschland war die Avocado übrigens früher auch als Alligatorbirne oder Butterbirne bekannt.

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