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16/11/2015 09:01 CET | Aktualisiert 16/11/2016 06:12 CET

"Tatort" verschoben: Til Schweiger enttäuscht

Der Til Schweiger-Tatort wird erst später gezeigt.
NDR/Marion von der Mehden
Der Til Schweiger-Tatort wird erst später gezeigt.

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UPDATES: Til Schweiger ist über Programmänderung enttäuscht - und "Tatort" feiert 2015 Rekord

Überraschende Programmänderung in der "Tatort"-Reihe: Die bereits mit Spannung erwarteten Doppelfolgen "Der große Schmerz" und "Fegefeuer" mit Til Schweiger (51, "Honig im Kopf") in der Hauptrolle werden nicht wie geplant am 22. und 29. November im Ersten zu sehen sein. Dies gab der verantwortliche NDR in einer Pressemitteilung bekannt. Die Folgen sollen erst 2016, voraussichtlich im Januar gezeigt werden.

Das bedeutet auch Helene Fischers "Tatort"-Premiere wird sich auf 2016 verschieben: Sie hat in der Folge "Der große Schmerz" eine Gastrolle.

Der Grund für diese Entscheidung seien die Terroranschläge von Paris, erklärte der Programmdirektor Frank Beckmann (50) in einem kurzen Statement. Aus Respekt vor den Opfern seien die Filme auf das kommende Jahr geschoben worden. "Es passt einfach nicht in diese Wochen, eine Krimireihe zu zeigen, in der es auch um einen terroristischen Angriff geht", sagte Beckmann weiter.

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Till Schweiger ist enttäuscht. Er hatte sich dem "Stern" zufolge dafür stark gemacht, dass die Ausstrahlungen wie geplant stattfinden. "Die Terror-Anschläge in Paris haben mich unglaublich wütend, traurig und fassungslos gemacht", so der Schauspieler zum "Stern". Er jedoch finde, man solle sich nicht von Terroristen die Freiheit rauben lassen, was im Fernsehen gezeigt werde.

Anstelle der Schweiger-Filme zeigt "Das Erste" nun die "Tatort"-Premieren "Spielverderber" mit Maria Furtwängler (49) am 22. November und anschließend "Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" am 29. November mit Axel Milberg (59) und Sibel Kekilli (35) als Ermittlerteam. Beides sind Erstausstrahlungen.

Insgesamt ist dieses Jahr mit 40 Erstausstrahlungen das bislang "Tatort"-reichste Jahr der Geschichte. Nachdem die ARD-Programmplanung nun bis Jahresende feststeht, lässt sich dieser Rekord vermelden. In den vergangenen beiden Jahren gab es jeweils 36 neue Filme, vor drei Jahren waren es 35, bis vor etwa zehn Jahren bewegte sich die Zahl noch eher um die 30 statt 40.

Bis Jahresende stehen laut Planung noch sechs Krimis aus, darunter ein experimenteller ""Tatort"-im-"Tatort""-"Tatort" mit Ulrich Tukur (27. Dezember).

Bei der 1970 gestarteten Reihe gab es anfangs in der Regel einen Krimi pro Monat. In den späteren 80ern waren es dann meist um die 15 neue "Tatort"-Fälle im Jahr, ab 1995 dann immer mehr als 20, ab 2001 dann immer mehr als 30. Nicht alle der derzeit 20 aktiven Teams werden dieses Jahr mit einem Fall vertreten gewesen sein.

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