POLITIK
16/11/2015 03:41 CET | Aktualisiert 16/11/2015 19:24 CET

Dieser Mann soll die Attentate in Paris organisiert haben

Er soll hinter den Anschlägen von Paris stecken. Nach Angaben mehrerer französischer Radiosender soll der Drahtzieher der Attentate identifiziert worden sein. Dabei soll es ich sich um Abdelhamid A. handeln. Er ist ein 27-jähriger Belgier marokkanischer Herkunft, der aus dem Viertel Molenbeek in Brüssel stammt. Der Stadtteil ist für seine hohe Anzahl islamistischer Extremisten bekannt.

A. soll die Operation organisiert und überwacht haben. Die französischen Polizei kennt den Mann schon. Im Januar war sein Name bei einem weiteren geplanten Attentat aufgefallen, das allerdings von den belgischen Behörden verhindert wurde.

Damals kam es im Ort Verviers in Belgien zu einer Schießerei. Der Hintergrund: Bei der Razzia nach den Anschlägen auf die "Charlie Hebdo"-Redaktion in Paris wurden zwei Terroristen in Belgien erschossen und ein weiterer festgenommen. Bei anschließenden Durchsuchungen wurden Waffen, Material zum Bau von Bomben und Polizeiuniformen gefunden.

Schon bei diesem Zugriff wollte die Polizei A. festnehmen. Als der belgische Justizminister im Januar vor Kameras gefragt wurde, ob A. noch auf der Flucht sei, sagte er: "Das ist in der Tat der Fall."

Doch A. soll sich zur Zeit des Zugriffs in Griechenland aufgehalten haben. Die Terrorzelle in Brüssel soll er per Internet und Telefon dirigiert haben. Kurze Zeit später kam es in Athen zu Razzien und vier Verdächtige wurden festgenommen. Doch A. war wieder nicht dabei.

A. hat für den IS in Syrien gekämpft. Auf einem Video vom Frühjahr 2014 ist er lachend am Steuer eines blauen Pick-Ups zu sehen, der eine Ladung verstümmelter Körper zu einem Massengrab transportiert.

Das Viertel Molenbeek hat eine besorgniserregende Anzahl von Extremisten hervorgebracht. Am Sonntag sagte der belgische Innenminister Jan Jambon, dass die Regierung "keine Kontrolle" in Molenbeek mehr habe.

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