POLITIK
14/11/2015 06:06 CET | Aktualisiert 14/11/2015 12:01 CET

Karikaturist Joann Sfar fordert weniger Religion, mehr Leben nach den Anschlägen von Paris

dpa
Karikaturist Joann Sfar fordert weniger Religion, mehr Leben nach den Anschlägen von Paris

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Der französische Karikaturist und Filmemacher Joann Sfar hat nach den Attentaten in Paris eine ganze Reihe von Zeichnungen auf seiner Instagram-Seite und Facebook-Seite veröffentlicht. Eine davon ist diese:

„Freunde aus aller Welt, Danke, dass ihr für Paris betet (#PrayForParis), aber wir brauchen nicht mehr Religion! Wir glauben an Musik! Küsse! Leben! Champagner und Freude! Paris steht für Leben (#ParisIsAboutLife)

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Ein von Joann Sfar (@joannsfar) gepostetes Foto am

Eine starke These. Eine krasse These.

Sfar hat viele Jahre für die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ gezeichnet, kannte nach eigenen Worten auch viele der Zeichner, die Islamisten Anfang des Jahres erschossen hatten.

Sfar glaubt offensichtlich nicht daran, dass Religion Frieden bringen kann. Glück. Dass sich Musik, Küsse und Leben damit vereinbaren lassen. Vor drei Jahren hatte er laut der Plattform „Telerama.fr“ schon gesagt: „Ich mag die Araber, die Juden, aber die Religion kotzt mich an.“

Die Frage ist: Ist Sfars These richtig?

Greift sie zu kurz? Verdammt sie eine Kraft, die Religion, die mehr Frieden stiftet als Hass sät? Vielleicht sieht man das nur nicht, weil dem Schlechten meist viel mehr Beachtung geschenkt wird?

Oder brauchen wir weniger Religion, zumindest im öffentlichen Raum? Obwohl diese Trennung in Frankreich schon stark ist?

Oder gibt es gute und schlechte Religionen?

Fragen, auf die es keine einfache Antwort gibt. Fragen, über die wir sprechen müssen.

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