POLITIK
14/11/2015 04:38 CET | Aktualisiert 14/11/2015 11:01 CET

Terroranschlag in Paris: Deshalb spielte die deutsche Nationalmannschaft einfach weiter

80.000 Menschen sahen sich am Freitag im Pariser Stade de France das Freundschaftsspiel Deutschland gegen Frankreich an, als in der Stadt der Terror begann, um sich zu greifen.

Lange wussten die Fußballfans nicht, was sich außerhalb des Stadions abspielte. Jetzt, da sich das Chaos etwas gelichtet hat, steht die Frage im Raum: Warum wurden die Fans nicht informiert – und eventuell evakuiert?

Laut Informationen des "Spiegel" waren bereits 20 Minuten nach Spielbeginn Explosionen aus nächster Nähe zu hören. Noch vor der ersten Halbzeit verließ dann auch Frankreichs Präsident Hollande die Ehrentribüne. Die Presse wurde im Laufe der zweiten Halbzeit via Twitter-Eilmeldungen von der Terrorwelle informiert.

Doch auf dem Spielfeld schien alles wie sonst. Während die ganze Stadt in Alarmbereitschaft war, ahnten die Fußballfans nichts – sie wurden zu keinem Zeitpunkt während des Spiels informiert.

Grund ist: Die Verantwortlichen wollten laut dem „Spiegel“ wohl eine Massenpanik verhindern. Sicherheitskräfte entschieden, dass die Menschen im Stadion wohl gerade am sichersten waren – vor allem in Angesicht der Tatsache, dass es direkt außerhalb des Stadions mehrere Explosionen gegeben hatte. Nach dem Spiel verbreitete sich langsam die erschreckende Nachricht: Zuschauer strömten zunächst aufs Spielfeld, bevor die Ausgänge geöffnet wurden.

Erst nach Abpfiff wurden die Tore geöffnet. So konnten die Menschen ohne größere Zwischenfälle das Stadion verlassen. Auch wenn sie draußen dann die schreckliche Nachrichten erwartete – sie selbst waren so in Sicherheit geblieben. Die deutsche Nationalmannschaft musste allerdings noch bis 2:30 Uhr nachts in den Sicherheitskatakomben des Stadions verharren.

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