LIFE
13/11/2015 12:18 CET | Aktualisiert 28/02/2016 07:28 CET

Kokosöl: Was das Superfood alles kann

Kokusnussöl ist ein Multitalent und gut für Haut und Körper.
Getty Images/iStockphoto
Kokusnussöl ist ein Multitalent und gut für Haut und Körper.

Kokosöl ist ein Superfood der besonderen Art: Das aus der Kokosnuss gewonnene Öl ist nicht nur als Lebensmittel gesund und nahrhaft, sondern pflegt auch noch Haut und Haare. Die Polynesier wissen dies schon lange – nun merkt es auch der Westen.

Für die Inselvölker der Südsee ist die Kokosnuss seit Jahrhunderten ein Hauptlieferant für Nahrungsmittel, Haushaltsprodukte und die Schönheitspflege gleichermaßen. Aus den Fasern werden Taschen und Decken gefertigt, während das Fruchtfleisch als Nahrungsmittel dient.

Aus dem Fruchtfleisch gepresstes Kokosöl spendet der Haut Feuchtigkeit, lässt die Haare glänzen und ist der Gesundheit zuträglich. Dies stellten westliche Wissenschaftler fest, denen irgendwann auffiel, dass die polynesischen Völker trotz einer eher eingeschränkten Ernährung ein langes, gesundes Leben genossen.

Warum ist Kokosöl so gesund?

Die wissenschaftliche Analyse des Kokosöls ergab, dass es zu einem großen Teil aus mittelkettigen Triglyceriden (MCT) wie Laurin-, Capron-, Capryl- und Caprinsäure besteht. Diese üben eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel aus und helfen der Leber bei der Entgiftung des Körpers.

Insbesondere die Laurinsäure ist ein echtes Kraftpaket, das verschiedene Viren und Bakterien im Körper erfolgreich unschädlich macht und so vor Krankheiten schützt. Sie trägt außerdem dazu bei, einen hohen Cholesterinspiegel oder Bluthochdruck zu senken und schützt erfolgreich vor Arteriosklerose, also der "Verkalkung" der Arterien.

Da der Körper mittelkettige Fettsäuren zur Energiegewinnung nutzt, werden sie sofort verwertet und können sich erst gar nicht in Form von Fettpölsterchen auf den Hüften niederlassen. Um mit Kokosöl abzunehmen, sollte jeden Morgen ein Teelöffel Öl pur genossen werden. Dadurch wird schon morgens der Stoffwechsel in Schwung gebracht und somit die Energiegewinnung angeregt. Dazu unterstützt Kokosöl die Absorption von Mineralstoffen und Vitaminen aus anderen Nahrungsmitteln.

Der Einsatz von Kokosnussöl in der Küche

Anders als die häufig zum Kochen verwendete Kokosmilch schmeckt Kokosöl nur sehr leicht nach Kokosnuss. Es verleiht Süßspeisen und Smoothies daher eine herrlich nach Urlaub schmeckende Note, ohne aufdringlich zu sein.

Beim Kochen hat Kokosöl den Vorteil, dass es extrem hitzebeständig ist und erst bei etwa 280 Grad Celsius verbrennt. Allerdings sollte auch erwähnt werden, dass Kokosöl einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren hat und somit nicht im Übermaß Verwendung finden sollte. Wer morgens bereits zwei Esslöffel Kokosöl zu sich genommen hat, sollte abends eher auf Raps- und Leinsamenöl setzen, die einen höheren Anteil ungesättigter Fettsäuren haben.

Kokosöl (und Kokosfett) als Pflegeprodukt

Als Kosmetikprodukt darf Kokosnussöl (wie auch Kokosfett) hingegen uneingeschränkt verwendet werden. Als Bodylotion wirkt das Öl feuchtigkeitsspendend und besänftigend auf die Haut. Auf schwere Hautprobleme wie Neurodermitis oder Ekzeme übt Kokosöl eine lindernde Wirkung aus.

Als Haarpflegeprodukt verleiht das Öl den Haaren einen schimmernd seidigen Glanz und einen dezenten Duft nach Kokosnuss. Neigt das Haar zur Schuppenbildung, kann mehrmals pro Woche etwas Kokosöl sanft in die Kopfhaut einmassiert werden, und die Schuppen gehören schon bald der Vergangenheit an. Und Kokosnussöl ist im Bad ein echter Alleskönner:

Kokosöl selbst machen

Kokosöl gibt es im Handel, aber es lässt sich auch leicht selbst herstellen: Dazu einfach das weiße Fruchtfleisch aus einer Kokosnuss schälen und im Mixer zerkleinern. Die Paste durch einen Kaffeefilter drücken und warten, bis sich das Öl von der Kokosmilch getrennt hat. Das Öl in ein Schraubglas umfüllen - fertig!

Video: Hangover kaschieren: Kate Moss verrät ihre Beauty-Geheimnisse

Noch mehr Superfoods:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite