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12/11/2015 05:40 CET | Aktualisiert 12/11/2015 07:12 CET

Das Land steuert auf eine Katastrophe zu. Diese Idee könnte alles ändern

thinkstock
Kalifornien geht das Wasser aus

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Kalifornien leidet aktuell unter der größten Dürre in seiner Geschichte. Bereits das vierte Jahr in Folge bleibt im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat der Regen aus. Ernteausfälle und immer heftigere Waldbrände sind die Folge. Der "Golden State" sucht nach neuen Möglichkeiten, die mittlerweile chronische Wasserknappheit zu bekämpfen.

Auch in Deutschland zeigen sich schon jetzt die verheerenden Folgen des Klimawandels: Höhere Temperaturen, Stürme, Probleme in der Landwirtschaft. Und rund um die Welt werden die Ressourcen knapp, auch grundlegende wie Wasser. Es wird in Zukunft immer weniger Orte geben, an denen Menschen überleben können. Die Zeit wird knapp.

Doch nun könnten zwei Hochschulabsolventen der Universität von North Carolina zumindest für das Wasserproblem eine Lösung gefunden haben. Justin Sonnett und Chris Matthews wollen mit ihrem Startup "SAROS" mit einer neuartigen Methode das Wasser des pazifischen Ozeans entsalzen und es in Trinkwasser umwandeln. Das berichtet der britische "Business Insider".

Die Idee, Salzwasser in Süßwasser umzuwandeln, ist nicht neu. Solche Entsalzungsanlagen kommen nahezu auf der ganzen Welt zum Einsatz. Das Revolutionäre an "SAROS" ist allerdings, wie die Entsalzungsmaschine funktioniert:

"Power" aus der Kraft der Wellen

Die Erfindung der beiden Jungunternehmer wird einzig und allein durch die natürliche Kraft der Ozeanwellen angetrieben: "SAROS" wird auf einer Boje ins offene Meer gebracht. Dort nimmt die Maschine Meereswasser auf und pumpt dieses mit starkem Druck durch die Maschine. Dadurch wird das Wasser entsalzt. Die saubere, nun trinkbare Flüssigkeit speichert "SAROS" in einem Tank.

"SAROS" ist günstig und umweltfreundlich

"Unsere Methode ist viel günstiger als herkömmliche Entsalzung. Zudem ist "SAROS" umweltfreundlich", erklärte Justin Sonett im Gespräch mit dem "Business Insider UK". Die bisherigen Maßnahmen zur Entsalzung würden Unmengen von Energie verschwenden. Bis zu 2.000 Gallonen Wasser am Tag (etwa 7.500 Liter) könnten somit jeden Tag umgewandelt werden. Die Maschine kostet 23.000 Dollar.

Sonett hofft, dass der zweite "SAROS"-Prototyp im neuen Jahr getestet werden könnte. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll die Maschine in den Handel kommen. Sein Team habe sich bislang "ausschließlich auf die nachhaltige Wasserproduktion und Entsalzung im nachhaltigen, kleineren Maßstab spezialisiert".

Er ist sich nicht sicher, ob sein Startup je so groß werden könne, um den kompletten Bedarf an Trinkwasser in Kalifornien abdecken zu können. Noch beherrschen die herkömmlichen, umweltschädlichen Maßnahmen zur Entsalzung den Markt. Diese könnten bis zu 50 Millionen Gallonen pro Tag produzieren. Ein Anfang zu einer nachhaltigen Maßnahme zur Bekämpfung der kalifornischen Wasserknappheit ist auf jeden Fall schon einmal gemacht.

Eine Erklärung zu den Methoden von "SAROS" seht ihr in diesem Video:

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