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10/11/2015 11:48 CET | Aktualisiert 11/11/2015 04:26 CET

Dieser Staat greift durch, während Deutschland noch zuschaut

Tailgatebeer
Diese Stadt greift durch, während Deutschland noch zuschaut

Deutschland hat ein Problem. Doch bislang schauen alle Verantwortlichen nur teilnahmslos zu. Man fragt sich unwillkürlich: Was muss noch passieren, damit endlich etwas geschieht?

Vielleicht können diese Nachrichten aus den USA etwas anstoßen. Denn dort hat sich der Bundesstaat Tennessee nun zum Handeln entschlossen.

Tennessee wird der erste US-amerikanische Bundesstaat, der eine Kartei für Tierquäler einrichtet. Die Kartei wird öffentlich zugänglich sein und jeden aufführen, der wegen Tierquälerei verurteilt wurde.

Anfang 2016 wird ein Gesetz in Kraft treten, das Tierquäler bestraft

Der zuständige Senator des Bundesstaates, Jeff Yarbro von den Demokraten, sagte der Huffington Post: "Wir haben diese Kartei nicht nur eingerichtet, um uns gegen Tierquälerei zu stellen. Sondern wir möchten ganz konkret verhindern, dass Tiere von Wiederholungstätern gequält werden."

Das entsprechende Gesetz wurde im Frühjahr verabschiedet, am 1. Januar 2016 soll es in Kraft treten.

Die Einführung solcher Karteien wird derzeit in einigen US-Staaten diskutiert. In einigen Städten, wie New York, wurden sie bereits vor einem Jahr eingeführt.

Doch es gibt auch Kritik an diesen Karteien.

Wayne Pacelle, Präsident der "Humane Society of the United States", schreibt in einem kritischen Blog dazu: "Tierquäler an den Pranger zu stellen wird ihr zukünftiges Verhalten nicht beeinflussen - es wird sie höchstens noch mehr isolieren und sie noch skeptischer gegenüber Menschen werden lassen, die ihnen helfen wollen."

Die Unterstützer der Kartei versprechen sich jedoch handfeste Erfolge von dieser Maßnahme. Scott Heiser, ein Vertreter des "Animal Legal Defense Fund" betont: "Auf der Grundlage dieses Gesetzes können auch Tierheime bessere Entscheidungen treffen, wem sie Tiere anvertrauen."

Ein Vorteil, auf den deutsche Tierheime leider noch nicht zurückgreifen können.


Ihm war wohl einfach zu langweilig: Sie wollten auf einer Safari Elefanten beobachten. Doch dann drehte eines der Tiere durch

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