WIRTSCHAFT
10/11/2015 02:11 CET | Aktualisiert 10/11/2015 02:30 CET

Studie belegt: Generation Y ist unzufriedener mit ihrem Job als alle anderen

Jamie Grill via Getty Images
Viele Menschen der Generation Y sind unzufrieden mit ihrem Job. Woran liegt das?

Noch nie haben so viele verschiedene Generationen in einem Unternehmen gearbeitet wie heute. Die Unternehmensberatung Hay Group hat in einer breit angelegten Studie die Zufriedenheit der einzelnen Altersgruppen untersucht.

Die Umfrage hat ergeben, dass die Generation der Jahrgänge 1980 bis 1994 – die sogenannte Generation Y – ihren Arbeitsplatz am schlechtesten bewertet. Nur 63 Prozent der Gruppe waren mit ihrem Job zufrieden.

Ganz Alte und ganz Junge sind zufriedener

Zum Vergleich: Rund 71 Prozent der älteren Mitarbeiter der Jahrgänge 1928 und 1944 stuften ihren Arbeitsplatz sehr viel besser ein. Auch die Generation Z, also der ab 1995 geborenen, zeigt sich um einiges zufriedener mit ihrem Job.

"Nach unserer Analyse prägen vor allem das Alter und die jeweilige Karrierestufe die Wahrnehmung und die Erwartungen der Mitarbeiter. Menschen haben in unterschiedlichen Lebensphasen unterschiedliche Ziele, sowohl beruflich als auch privat", erklärt Dr. Michael Träm, Geschäftsführer der Hay Group.

Was ist der Grund für das enorme Gefälle zwischen den altersmäßigen Randgruppen und der Generation Y? Auch diese Frage versucht die Studie zu beantworten.

Work-Life-Balance muss stimmen

Demnach legen zwei Drittel der Menschen zwischen Mitte 20 und Mitte 40 Wert auf eine gute Vereinbarkeit von Job und Freizeit. Die sogenannte Work-Life-Balance muss stimmen.

Dazu passt auch das Ergebnis einer Umfrage des Beratungsunternehmens Kienbaum. Die hatte ergeben, dass von 600 befragten Studierenden die Mehrheit (56 Prozent) es wichtig findet, dass sie für ihren zukünftigen Job nicht umziehen müssen. Und am liebsten soll der Arbeitsplatz auch noch in einem Ballungsgebiet liegen.

Selbstverwirklichung an erster Stelle

Neben der ausgewogenen Work-Life-Balance schätzt die Generation Y laut Hay-Studie aber auch ein kollegiales Arbeitsambiente und attraktive Karrieremöglichkeiten.

Gleichzeitig geben in der Kienbaum-Befragung nur 13 Prozent der Absolventen an, Verantwortung in ihrem Beruf übernehmen zu wollen. Luisa Jansen von Kienbaum sagt dazu: "Karriere machen ist zwar wichtig, aber an erster Stelle steht das soziale Umfeld. Das Bedürfnis, sich selbst zu verwirklichen, ist ein typisches Merkmal der Generation Y."

Dieses Ziel ist anscheinend mit verantwortungsvollen Führungspositionen nach wie vor schwer zu vereinbaren.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite