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08/11/2015 06:33 CET

Starship: Dieser Roboter könnte bald für uns einkaufen

Athi Heinlas Einkaufs-Roboter
screenshot twitter
Athi Heinlas Einkaufs-Roboter

Ahti Heinla war einer der Gründer des Internet-Telefondienstes Skype. Nun bringt der Este sein neues Projekt "Starship" auf den Markt: Ein selbstfahrender Roboter soll für uns das Einkaufen erledigen. Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" erklärt Heinla, warum seine neuste Erfindung unser Leben radikal verändern könnte.

Wer kennt das nicht? Man kommt abends aus der Arbeit, plötzlich dämmert es einem, dass im Kühlschrank gähnende Leere herrscht. Doch sich kurz vor Ladenschluss noch durch den Supermarkt mitsamt seiner Endlosschlange zu kämpfen, wird zeitlich verdammt knapp. Oder man kann nicht von zu Hause weg, weil man krank ist, weil der Telekom-Mann irgendwann kommen soll ...

Wie schön wäre es doch, wenn jemand anderes die lästigen Besorgungen für einen übernehmen könnte.Wie wäre es mit einem Roboter? Ahti Heinla will genau das mit seinem Projekt "Starship" möglich machen: "Sie bestellen online, wir packen die Sachen frisch zusammen und schicken Starship zu Ihnen nach Hause. Ihre Sachen sind also nicht wie bei den jetzigen Lieferdiensten stundenlang im Lastwagen unterwegs, sondern nur so lange, wie Sie sonst für den Heimweg zu Fuß brauchten", erklärt Heinla das System seiner Erfindung.

Der Roboter soll für Strecken von bis zu fünf Kilometern zum Einsatz kommen. Er könnten zwei Tüten tragen, bei einem Großeinkauf würden einfach mehrere futuristische Einkaufshelfer losgeschickt.

Im kommenden Frühjahr will Heinla seine ersten "Starships" in England testen. Auch den deutschen und den amerikanischen Markt will er möglichst bald für sich gewinnen. "Der Roboter fährt langsam und bleibt – dank GPS, Sensoren und neun Kameras – immer schön auf dem Bürgersteig", sagt der Erfinder. Auch auf rote Ampeln oder spielende Kinder würden er reagieren.

Zudem wären die Einkäufe im Inneren des "Starships" absolut sicher: Jeder Roboter verfügt über Kameras und ist so jederzeit mit dem sogenannten Operator verbunden, der die Lieferungen aus der Zentrale überwacht. Sollte es ein Dieb wirklich darauf anlegen, könnte der Operator in Windeseile die Polizei alarmieren.

Daran, dass in Zukunft Drohnen Pakete ausliefern könnten, glaubt Heinla nicht: "Wer will schon Drohnen über seinem Garten hin und her fliegen haben? Was, wenn so eine schwer beladene Drohne mal runterkracht auf spielende Kinder? Nein, das mag niemand in seinem Wohnviertel erleben".

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