WIRTSCHAFT
07/11/2015 13:28 CET

H&M plant eine Veränderung, die euren Einkauf nachhaltig verändern wird

dpa

In den Supermarkt nehmen viele schon einen Korb oder eine Tragetasche mit. Zum Kleider-Shopping dagegen gehen die meisten mit leeren Händen und kommen mit zahlreichen Plastiktüten nach Hause.

Das soll sich ändern: Kunden sollen künftig auch in Schuhgeschäften, Kaufhäusern und Klamottenläden dazu bewegt werden, die Kunststoffbeutel wegzulassen.

Dafür bringt der Handelsverband Deutschland (HDE) Bezahltüten ins Gespräch - wie es sie in Supermärkten schon lange gibt. Dort müssen Kunden etwa 10 bis 20 Cent zahlen. Mit seinem Vorschlag zum kostenpflichtigen Beutel meldet sich der Handelsverband zu Wort, bevor die Regierung den Einzelhandel per Gesetz zu einer möglicherweise höheren Abgabe zwingen könnte.

Fest steht nämlich: Deutschland muss seinen Tütenkonsum senken. Eine EU-Richtlinie schreibt vor, dass von 2025 an jährlich nur noch 40 der raschelnden Beutel pro Kopf benutzt werden dürfen. Die Deutschen verbrauchen bisher 71 davon. Europaweit liegt der Schnitt noch viel höher bei fast 200 Tüten.

Bei dem Plan des HDE seien "zahlreiche Großunternehmen schon dabei", sagt Verbandssprecher Falk. Das schwedische Unternehmen H&M zum Beispiel denkt einer Sprecherin zufolge über die Einführung eines Abschlags in den gut 400 deutschen Filialen nach.

Die Schuhkette Deichmann prüfe "verschiedene Varianten", sagt ein Sprecher. Auch Galeria Kaufhof unterstützt den HDE. Weil die Tüten ein wichtiger Werbeträger seien, wolle man nicht gänzlich auf sie verzichten. Ein C&A-Sprecher sagt, es sei aber wichtig, den Kunden gut zu erklären, warum die Beutel künftig etwas kosten könnten.

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