POLITIK
07/11/2015 03:26 CET | Aktualisiert 07/11/2015 05:31 CET

Britischer Ferienflieger über Ägypten fast von Rakete abgeschossen

Getty
Britischer Ferienflieger über Ägypten fast von Rakete abgeschossen

Ein britischer Ferienflieger ist in der Nähe des Flughafens Scharm el Scheich offenbar nur knapp einer Rakete entgangen. Das berichtet die britische Zeitung „The Guardian“. Das Flugzeug von Thompson Airways mit 189 Passagieren an Bord soll nur 300 Meter von dem Geschoss entfernt gewesen sein. Die Zeitung beruft sich auf die Regierung.

Der Vorfall soll sich schon am 23. August ereignet haben. Warum der Vorfall erst jetzt öffentlich diskutiert wird, ist unklar. Das britische Boulevardblatt "Daily Mail" schreibt, die Passagiere hätten damals nicht erfahren, dass sie nur knapp dem Tod entronnen waren.

Der Pilot habe das Drama durch ein Ausweichmanöver noch abwenden können. Offenbar hatte er die Rakete gesehen. Die "Daily Mail" zitiert eine nicht näher bezeichnete Quelle mit den Worten: "Der erste Offizier trug zu diesem Zeitpunkt die Verantwortung, aber der Pilot befand sich im Cockpit und sah die Rakete auf das Flugzeug zukommen." Das klingt unglaublich, bedenkt man, mit welcher Geschwindigkeit sich Flugzeug und Rakete bewegt haben.

Das britische Transportministerium geht offenbar davon aus, dass es sich nicht um einen gezielten Beschuss handelte, sondern um ein Übung des ägyptischen Militärs. Man habe den Vorfall untersucht und keinen Grund zu Besorgnis festgestellt. Die Airline bestätigte der "Daily Mail" lediglich, dass die Crew einen "Vorfall" auf dem FlUG TOM 476 am 23. August gemeldet habe.

Diese Einschätzung ist doch sehr überraschend. Selbst wenn es sich „nur“ um ein Versehen gehandelt haben sollte, wäre die Lage dennoch dramatisch.

Am vergangenen Samstag war ein russischer Metrojet-Airbus, der in Scharm el Scheich gestartet war, über Nordägypten abgestürzt. Derzeit mehren sich die Hinweise, dass eine Bombe die 224 Menschen an Bord in den Tod gerissen hat. Terroristen des Islamischen Staates bekennen sich dazu. Bewiesen ist das noch nicht.

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