POLITIK
06/11/2015 02:35 CET | Aktualisiert 06/11/2015 13:32 CET

Schwedens dramatischer Appell an Flüchtlinge: "Bleibt in Deutschland"

Schweden kann Flüchtlingen keine Unterkunft mehr garantieren. Der schwedische Migrationsminister Morgan Johansson hat angesichts stark ansteigender Flüchtlingszahlen in seinem Land Asylsuchende aufgefordert, nicht mehr nach Schweden zu kommen. "Bleibt in Deutschland", sagte er im schwedischen Staatsfernsehen.

Die Forderung wiederholte er in einer Pressekonferenz. Johansson sagte am Donnerstagabend, Neuankömmlinge hätten die Wahl, entweder nach Dänemark oder Deutschland zurückzukehren oder sich selbst eine Unterkunft zu suchen. "Wir haben die Grenze des Machbaren erreicht", sagte der Minister. Er hoffe, die Nachricht habe einen dämpfenden Effekt.

Inzwischen kommen täglich 1500 neue Asylbewerber in Schweden an. Darunter seien viele, die zuvor in Deutschland in Zelten untergebracht waren und sich angesichts der verschärften Aufnahmebedingungen entschieden hätten, nach Schweden weiter zu reisen, sagte Johansson.

In Rostock warten Tausende Flüchtlinge auf eine Überfahrt nach Skandinavien. In der Region sollen sich nach Angaben der schwedische Einwanderungsbehörde 5000 Menschen aufhalten, die nach Schweden wollten. Die Behörde hatte früher am Tag an die Kommunen appelliert, mehr Plätze, zum Beispiel in Sporthallen, zur Verfügung zu stellen.

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