ELTERN
06/11/2015 11:31 CET

Julian Hernandez wurde mit fünf Jahren entführt. 13 Jahre später bringt ein Zufall das Verbrechen ans Licht

Screenshot/wkyc.com
Julian Hernandez erfährt nach 13 Jahren, dass er gekidnapped wurde

Stell dir vor, deine Familie, die dich jahrelang aufgezogen hat, mit der du jedes Jahr unterm Weihnachtsbaum Geschenke ausgepackt und Lieder gesungen hast, die dich getröstet und in den Arm genommen hat, wenn es dir schlecht ging, ist gar nicht deine Familie. Stell dir vor, es sind Kidnapper, die dich vor 13 Jahren deiner Mutter entrissen haben.

Was sich wie ein schlechter Film anhört, ist für den 18-jährigen Julian Hernandez zur Realität geworden. 13 Jahre lang galt er als vermisst - und hatte keine Ahnung davon. Bis er sich an der Universität einschreiben wollte und bemerkte, dass seine Sozialversicherungsnummer nicht mit seinem Namen übereinstimmte.

Ein unglaublicher Verdacht bestätigt sich

Mit der Hilfe eines Studienberaters fand er heraus, dass sein Name in der Datenbank des Nationalen Zentrums für vermisste und verschleppte Kinder auftauchte.

Am 28. August 2002 hatte Julians Mutter ihren damals 5-jährigen Sohn als vermisst gemeldet. Die Polizei verdächtigte den Vater des Kindes, Bobby Hernandez, seinen Sohn gekidnapped zu haben - ihm war das Sorgerecht entzogen worden. Dennoch blieb Julian verschwunden.

Doch der Verdacht hat sich jetzt offenbar bestätigt.

Mutter ist in "Eksatse" vor Freude

Bobby Hernandez wurde inzwischen verhaftet und Julian Hernandez wieder seiner Mutter zugeführt, die laut Medienberichten, wie dem britischen "Complex Magazine" "in Ekstase" ist, ihren Sohn wieder zu haben. In einem offiziellen Statement ließ sie verkünden:

"Unsere Familie ist außer sich vor Freude, dass Julian diese Woche gefunden wurde und es ihm gut geht. Wir möchten allen für ihre Gebete und Unterstützung während Julians Verschwinden danken. Obwohl wir das Interesse zu schätzen wissen, das unsere Geschichte erregt hat, müssen wir jegliche Anfragen für Interviews oder zusätzliche Informationen im Moment ablehnen. Wir bitten die Medien unsere Privatsphäre zu respektieren, während wir uns auf Julians Wohlbefinden während dieser schwierigen Zeit in seinem Leben konzentrieren."

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