WIRTSCHAFT
06/11/2015 02:35 CET | Aktualisiert 06/11/2015 07:09 CET

dm will künftig auf versteckte Preiserhöhungen hinweisen

dm sorgt derzeit mit seinen Aktionen für Aufsehen. Erst Ende August warf die Kette die Zahncreme-Marke Dentagard aus dem Sortiment. Der Grund: Statt 100 waren in der Tube nur noch 75 Milliliter, der Preis blieb aber bei 75 Cent. Das ist eine Preiserhöhung von 33,3 Prozent. dm hatte ein Schild neben die Zahnpasta platziert auf dem stand: „Gleicher Preis bei weniger Inhalt: Da streiken wir!“

Bei Zahnpasta will es aber dm nicht belassen. Deutschlands größte Drogeriekette will jetzt auch verdeckte Preiserhöhungen anderer Hersteller anprangern, wie die "WirtschaftsWoche" berichtet. Dm verspricht: „Preiserhöhungen, die sich durch Veränderungen der Inhaltsstoffe oder der Packungsgestaltung ergeben“, sollen künftig „noch deutlicher kenntlich" gemacht werden. Das kündigte der für Marketing und Beschaffung zuständige dm-Geschäftsführer Christoph Werner gegenüber der "WirtschaftsWoche" an. Hinweisschilder am Regal sollen künftig die Kunden auf „signifikante Preiserhöhungen“ hinweisen.

Doch nicht alle sind glücklich mit der Aktion von dm. So witterte dm-Konkurrent Rossmann beim Dentagard-Gate eine reine PR-Masche. Rossmann kritisierte das „öffentlichkeitswirksame Anprangern“ von dm. „Würde dm bei jedem Produkt so vorgehen, bei dem durch Verringerung des Inhaltes die Preise indirekt erhöht werden, wären die Regale bald leer", sagte ein Sprecher damals.

Auch die Verbraucherzentrale Hamburg konnte sich damals einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. Sie begrüßte die erste Aktion von dm zwar, stellt aber auch klar, dass sich dm in der Vergangenheit bei versteckten Preiserhöhungen nicht immer auf die Seite der Verbraucher gestellt habe.

Hier seht ihr ein paar Beispiele für versteckte Preiserhöhungen:

Heimliche Preiserhöhungen

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