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07/11/2015 06:10 CET | Aktualisiert 07/11/2015 07:09 CET

Chem-Sex: So gefährlich ist der neue Trend

Chem-Sex ist ein beliebter und gefährlicher Trend.
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Chem-Sex ist ein beliebter und gefährlicher Trend.

Ungewöhnliche Sex-Praktiken sind seit "Shades of Grey" sehr beliebt. Doch nun verbreitet sich ein gefährlicher Sex-Trend aus den USA in Europa. Immer mehr Menschen feiern unter dem Einfluss eines Cocktails aus chemischen Drogen wilde Orgien, bis zu 72 Stunden dauert der gefährliche Spaß. Britische Gesundheitsexperten warnen eindringlich vor dem so genannten Chem-Sex.

Welche Drogen sind bei Chem-Sex im Spiel?

Der aphrodisierende Sex-Cocktail besteht aus psychoaktiven Drogen. Crystal Meth, das Amphetamin Mephedron, Liquid Ecstasy (GHB) und andere chemische Substanzen werden dabei entweder einzeln eingenommen oder wild vermischt.

Warum erscheint Chem-Sex vielen begehrenswert?

Diese Drogenkombination ermöglicht Sex ohne Unterbrechungen für eine extrem lange Zeit. Der Trend erfreut sich sowohl unter Hetero- wie Homosexuellen steigender Beliebtheit.

Chem-Sex ermöglicht exzessiven Sex mit vielen hintereinander abwechselnden Partnern. Im Durchschnitt verkehren bei einer Drogenorgie fünf Teilnehmer, berichtet der britische "Telegraph".

Wie viele Menschen stehen auf Chem-Sex?

Genaue Zahlen gibt es nicht. Antidote, eine Anlaufstelle für Menschen mit Drogenproblemen der LGBT-Community in London, berichtet allerdings, dass 64 Prozent der Patienten angaben, 2013 oder 2014 Chem-Sex-Drogen konsumiert zu haben.

Welche Risiken gibt es?

Die physischen und psychischen Gefahren, die von den chemischen Drogen ausgehen, sind kaum abschätzbar. Laut dem "British Medical Journal" verursachen etwas Mephedron und Crystal Meth massive psychische Abhängigkeit. Es drohen Angstzustände, Psychosen und Selbstmordgefahr.

Wer Chem-Sex hinter sich habe, schlafe oder esse oft bis zu 72 Stunden nichts - eine Tortur für den Körper.

Außerdem fürchten Experten, dass unter dem Einfluss der Drogen der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids und Hepatitis C vernachlässigt wird, weil das rationale Denken aussetzt. Durch die teils hohe Zahl an Sexualpartnern steigt das Risiko zusätzlich.

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