WIRTSCHAFT
03/11/2015 14:17 CET | Aktualisiert 03/11/2015 17:08 CET

Jetzt wird der VW-Skandal noch viel unglaublicher

Getty

Als man gerade dachte, Volkswagen habe den größten Skandal seiner Geschichte endlich in den Griff bekommen, kam alles noch viel schlimmer: Rund 800.000 Fahrzeuge könnten von Unregelmäßigkeiten betroffen sein, räumte der Konzern am Dienstag ein. Dabei geht es um den CO2-Wert, der bei Untersuchungen nicht erklärbare Werte erreichte. Wert dieser möglicherweise manipulierten Autos: um die zwei Milliarden Euro.

Einige in Wolfsburg hatten sich wohl gedacht, mit dem ersten Konzernverlust seit Jahren würde man davonkommen. Bis immer mehr Horrormeldungen über das Imperium hereinbrachen.

Jetzt auch noch Sicherheitsprobleme

Eine davon: Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht eine mögliche Vertuschung von Sicherheitsproblemen bei Fahrzeugen des Konzerns. Das berichtet die "Wirtschaftswoche“. Sollten die Gutachter Belastendes finden, so ein US-Anwalt, könne das für das Unternehmen "noch explosiver als das Diesel-Gate sein".

Eine weitere Horrormeldung: Auch Porsche könnte im Abgas-Skandal verwickelt sein, obwohl Ex-Chef und jetzt VW-Chef Matthias Müller immer wieder beteuerte, von den Abgas-Manipulationen nichts gewusst zu haben.

Muss der neue Chef seinen Posten räumen?

Gelingt es Müller nicht, die Vorwürfe zu entkräften, müsste er nach nur fünf Wochen im Amt seinen Posten räumen. Ein Desaster: Weitere Milliarden wären weg, das Vertrauen in den Konzern wäre vollends zerstört.

Oder ist es das jetzt schon? Mit jeder neuen Meldung wird deutlicher, wie tief der Sumpf ist, in den sich VW jahrelang eingegraben hat, um alles der Weltmarktführerschaft unterzuordnen. Nun kann VW froh sein, wenn der Konzern, wie wir ihn kennen, überhaupt noch überlebt.

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