WIRTSCHAFT
03/11/2015 11:06 CET | Aktualisiert 14/05/2016 13:20 CEST

Warum wir auf die nächste große Finanzkrise zusteuern könnten

So plötzlich wie eine Explosion könnte die Weltwirtschaft laut den Finanzexperten Armstrong und Mason in sich zusammenbrechen.
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So plötzlich wie eine Explosion könnte die Weltwirtschaft laut den Finanzexperten Armstrong und Mason in sich zusammenbrechen.

Einem Experten zufolge droht uns schon bald die nächste Finanzkrise - und das, obwohl die Erinnerung an die Weltwirtschaftskrise von 2007 vielen noch in den Knochen steckt. Der Kapitaljournalist Paul Mason schrieb in der britischen Zeitung "The Guardian", warum er glaubt, dass die Krise kommen könnte:

1. Die weltweiten Schulden sind seit 2007 jährlich um 5,3 Prozent jährlich gestiegen

Laut Masons Beitrag hätten sich die Schulden in den Entwicklungsländern verdoppelt, in den Industriestaaten seien sie um ein Drittel gewachsen. Die Kredite seien schneller gestiegen als die Wirtschaftsleistung – und das könnte zum Problem werden, wenn sich dieses Verhältnis nicht ändert.

2. Der Ölpreis fällt

Die Preisentwicklung ist für Paul Mason Anzeichen für ein wackeliges Wirtschaftssystem. Mitte 2014 ist der Wert von Öl stark eingebrochen, ebenso der anderer Güter wie Kupfer. Mason folgert, dass eine Deflation statt einer leichten Inflation einen Wertverlust für die Eurozone bedeute – und das sei nicht gesund.

3. Der Welthandel ist seit Dezember zurückgegangen

Der Welthandel insgesamt ist seit Jahresende gesunken. Besonders China schwächelt, die Eurozone stagniert. Laut Mason war aber ausgerechnet China der Hauptantrieb, durch den sich die Weltwirtschaft nach 2009 von der Krise erholte. Jetzt würde das Land aber "deutlich abbremsen". Keine guten Aussichten also für den globalen Handel.

Zusammengefasst: Die BIS (Bank for International Settlements) schreibt in ihrem vierteljährlichen Rückblick zur weltweiten wirtschaftlichen Situation, die Schulden seien zu hoch, das Leistungswachstum zu schwach und die finanziellen Risiken seien zu bedrohlich. Paul Mason klingt da nicht besser. Er schreibt: "Es ist unmöglich, aus all dem das Datum des Crashs abzuleiten oder seine Form." An dem großen Ungleichgewicht in der Weltwirtschaft und der Bedrohung, die dadurch entsteht, ist aber nichts zu rütteln.

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