POLITIK
04/11/2015 00:14 CET | Aktualisiert 04/11/2015 05:34 CET

"Mal keine Waffen an Terroristen liefern": CDU-Politiker Brok fordert mehr Hilfe von arabischen Staaten

CDU-Außenpolitiker Elmar Brok
DPA
CDU-Außenpolitiker Elmar Brok

Der CDU-Außenpolitiker Elmar Brok geht hart mit den arabischen Staaten ins Gericht. Er fordert ein stärkeres Engagement der Länder in der Flüchtlingskrise. "Es kann nicht sein, dass Europa und vor allem die direkten Nachbarn Syriens wie Jordanien oder der Libanon die Last allein tragen müssen", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament der Deutschen Presse-Agentur in New York.

Er wirft der Arabischen Liga Untätigkeit vor. "Die anderen arabischen Länder haben keinen Beitrag geleistet, weder finanziell noch politisch. Da muss die arabische Liga mehr Engagement zeigen. Und bei Katar würde es schon helfen, wenn es mal keine Waffen und Geld mehr an die Terroristen liefert."

Brok sagt, die Welt würde Europa alleine lassen. "Dies ist eine weltweite, keine regionale und auch keine europäische Krise", sagte er nach einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. "Deshalb würde ich auch mehr Hilfe aus starken Ländern wie Russland, den USA, China oder Indien begrüßen."

Zwar sei die direkte Aufnahme von Flüchtlingen oft schwierig. "Aber ein Sonderbeitrag reicher Länder, mir fällt da auch Saudi-Arabien ein, für das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen wäre mehr als angemessen."

Auch zu Syrien äußerte er sich. Brok sagte, dass ein Regimewechsel in Damaskus nicht die Priorität bei Verhandlungen um Syrien sein dürfe. "Die größte Bedrohung, die Bedrohung aller, ist der Islamische Staat. Das ist in Syrien das schlimmste und grausamste, alles andere kommt dahinter."

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