LIFE
02/11/2015 06:07 CET | Aktualisiert 21/01/2018 12:03 CET

Villach: Schülerin darf Baby mit in die Schule nehmen

Zwei junge Frauen blicken auf die Resultate ihres Tests im Schulhaus
Getty Images
Zwei junge Frauen blicken auf die Resultate ihres Tests im Schulhaus

Die Flüchtlingskrise erfordert eine Riesenanstrengung. Von uns allen. Wir müssen viele große Dinge verändern. Aber wir müssen auch im Alltag flexibler sein - und einige der kleinen Regeln überdenken.

So, wie im Fall der 19-jährigen Heda, die die HAK besucht, die Wirtschaftsakademie in Villach, im österreichischen Bundesland Kärnten.

Die junge Frau stammt aus Tschetschenien und möchte jetzt im österreichischen Villach einen Abschluss machen. Aber sie hat auch ein vier Monate altes Baby, die kleine Milana, und niemanden, der auf sie aufpassen kann. Was also tun?

„Meine Mutter ist verstorben und mein Freund ist berufstätig“,sagte sie gegenüber dem News-Portal"Heute.at". Der Rest der Familie wohnt in Wien.

Heda wusste keinen Ausweg. Aber die Lehrer der Wirtschaftsakademie wollten der jungen Mutter helfen. Und so machte ihr die Direktorin, Melitta Trunk, einen Vorschlag: Heda darf ihre Tochter mit in die Schule nehmen. Nun sitzt ein vier Monate altes Baby mit den Schülern der HAK im Klassenzimmer.

Wenn Heda eine Prüfung schreiben muss, passen die Direktorin oder ihre Kollegen auf das Mädchen auf.

Eine wunderschöne Aktion, die zeigt, dass wir es tatsächlich schaffen - wenn wir nur alle mit anpacken.

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