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30/10/2015 12:26 CET

7 grausame Fakten über die Morde an Elias und Mohamed

dpa
7 grausame Fakten über die Morde an Elisa und Mohamed

Vier und sechs Jahre waren sie alt, Mohamed und Elias. Jetzt sind sie tot. Entführt. Ermordet.

Silvio S., ein 32-jähriger Wachschutzmann aus Niedergörsdorf in Brandenburg hat laut Polizei die Taten gestanden.

Mohamed hatte er am 1. Oktober in Berlin entführt. Erst seit einem Jahr lebt der Junge dort. Seine Mutter war mit ihm und seiner älteren Schwester aus Bosnien-Herzegowina geflohen, sein Vater soll dort getötet worden sein. An jenem verhängnisvollen Tag also wollte Mohameds Mutter am Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) Geld abholen. Als sie das Gebäude, vor dem Flüchtlinge unter chaotischen Zuständen auf ihre Registrierung warteten, wieder verließ, war Mohamed weg. Wie die „Welt“ berichtete, ist unklar, ob sie Mohamed zuvor im Gedränge verloren hatte oder ihn alleine draußen warten ließ.

Den Erstklässler Elias hatte sich Silvio S. offenbar schon im Sommer gegriffen. Der Junge war am 8. Juli beim Spielen in Potsdam verschwunden.

Am Freitagnachmittag gab die Polizei weitere grausame Details zu den Fällen bekannt. Die wichtigsten Erkenntnisse der bisherigen Ermittlungen:

  1. Silvio S. wollte nach eigener Aussage am Lageso "Gutes tun" und Dinge spenden. Der Verdächtige soll der Polizei erzählt haben, dass er Mohamed ein Kuscheltier geschenkt habe und dann weitergegangen sei. Der Junge sei ihm aber hinterhergelaufen.
  2. In Berlin wird diskutiert, ob das wochenlange Chaos vor dem Lageso die Entführung Mohameds begünstigt haben könnte. Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) teilte mit: "Der Berliner Senat trägt mit seiner unendlich verlangsamten Reaktion auf die seit Monaten bemängelten chaotischen Verhältnisse vor dem Lageso eine Mitschuld daran, dass dieses grausame Verbrechen begangen werden konnte.“ Ähnlich hatte sich die Grünen-Landesvorsitzende Bettina Jarasch geäußert.
  3. Nach der Entführung soll der 32-Jährige den Vierjährigen sexuell missbraucht haben.
  4. Der Brandenburger tötete den Jungen offenbar einen Tag nach der Entführung, indem er ihn erwürgte. Der Junge habe "gequengelt und gemault".
  5. Mohameds Leiche wurde im Auto des Verdächtigen gefunden, mit Katzenstreu bedeckt.
  6. Die Leiche des Erstklässlers wurde noch nicht gefunden. Sie soll nach ersten Erkenntnissen bei Luckenwalde in Brandenburg vergraben worden sein. Der mutmaßliche Täter hatte den Ermittlern die Stelle auf einer Skizze gezeigt. Sie liegt offenbar in einer Kleingartenkolonie. Die Polizei fand dort ein Paket, in dem sich der Körper des Kindes befinden könnte.
  7. Der mutmaßliche Mörder wurde von seiner Mutter entlarvt. Sie hatte ihn auf einem Fahndungsfoto erkannt und die Polizei informiert.

Mit Material von dpa

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