POLITIK
30/10/2015 06:46 CET | Aktualisiert 30/10/2015 08:40 CET

Österreichischer Bürgermeister fordert: Alle männlichen Flüchtlinge abweisen

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Der Flüchtlingsstrom an der deutsch-österreichischen Grenze reißt nicht ab. Deutschlands Nachbar fährt jeden Tag tausende Migranten mit Bussen an die Grenze zu Bayern. Dort sind die Notquartiere überfüllt, Helfer und Polizisten arbeiten jeden Tag am Anschlag.

Mit einer provokanten Forderung meldet sich jetzt der Siegfried Nagl, Bürgermeister der Stadt Garz, zu Wort. In einem Interview mit der "Kronen-Zeitung" sagte er: Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis Deutschland die Grenze dicht mache. Deswegen müsse Österreich ebenfalls den Übergang zu Slowenien dicht machen - und alle männlichen Flüchtlinge abzuweisen.

"Für diese Menschen müssen wir bei uns einen Platz haben und helfen. Den Männern, die zu uns wollen, müssen wir aber klar zu verstehen geben, dass für sie hier kein Platz ist. Auf einem Schiff, das in Seenot geraten ist, werden zuerst auch die Kinder und die Frauen gerettet, nicht die Männer."

Nagl sei sich zwar bewusst, dass das zu unschönen Szenen führen könnte. Aber das sei das geringere Übel. Auch in den kommenden Tagen ist ein Ende des Zustroms von Flüchtlingen nicht in Sicht. Auf der sogenannten Balkan-Route durch Kroatien, Slowenien und Österreich Richtung Deutschland sind weiter Tausende Flüchtlinge unterwegs.

Die Situation ist seit Wochen angespannt. Seit Ungarn Mitte des Monats seine Landgrenze zu Kroatien mit einem Sperrzaun abgeriegelt hat, sind 102.757 Menschen auf der Balkan-Route durch Slowenien gekommen. Das kleine Land leitet sie zur österreichischen Grenze weiter. Einige Tage später erreichen sie die deutsche Grenze.

mit Material von dpa

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