POLITIK
29/10/2015 02:52 CET | Aktualisiert 29/10/2015 10:00 CET

"Gabriel hat keine Chance gegen Merkel"

dpa

Sigmar Gabriel will Kanzler werden.Das sagte er in einem Interview mit dem "Stern". Viel anderes bleibt ihm auch gar nicht übrig - den außer ihm hat niemand in der SPD derzeit Ambitionen auf das wichtigste Amt im Staat. Der Grund: Der Kampf gegen Merkel scheint aussichtslos.

Wie aussichtslos der Kampf gegen Merkel ist, hat jetzt noch einmal Manfred Güllner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, in einem Interview mit der Passauer neuen Presse bekräftig. Er hält SPD-Chef Sigmar Gabriel für chancenlos im Duell mit Angela Merkel um die Kanzlerschaft. „Wenn man die aktuelle Lage betrachtet, hat er keine Chance“, sagte Güllner der „Passauer Neuen Presse“.

Laut Güllner wäre Gabriel einer der unbeliebtesten Kanzlerkandidaten der SPD seit langem. Bei den Zustimmungswerten sei er fast auf dem Niveau von Kurt Beck, der der schwächste SPD-Vorsitzende gewesen sei, sagt Güllner. „Wenn die eigenen Leute nicht an den Sieg glauben und eigentlich schon aufgegeben haben, ist das natürlich ein großes Problem“.

Miese Aussichten für die SPD? Ja, aber es kommt noch schlimmer. Güllner sieht keinen SPD-Kandidaten, der bessere Chancen hätte als Gabriel. „Die SPD hat kaum attraktive Kandidaten mit ausreichend Kompetenz und Sympathie. Mich erinnert die heutige Lage etwas an die Situation von 1982 nach dem Sturz von Helmut Schmidt. Auch Frank-Walter Steinmeier kommt nicht wirklich in Frage“, sagte Güllner.

Um nicht völlig zu scheitern, empfiehlt Güllner Sigmar Gabriel, einen Mitte-Kurs zu verfolgen: „Mit einem noch stärker links orientierten Wahlkampf, wie ihn ein Ralf Stegner will, wird die SPD unter 20 Prozent fallen. Gabriel sollte die Finger lassen von rot-rot-grünen Gedankenspielen.“

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