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28/10/2015 13:10 CET

Je mehr ich über Muttermilch erfahre, desto faszinierter bin ich

Je mehr ich über Muttermilch erfahre, desto faszinierter bin ich
Monashee Alonso via Getty Images
Je mehr ich über Muttermilch erfahre, desto faszinierter bin ich

Ich bin keine Mutter und ich plane auch nicht, das in nächster Zeit zu ändern. Trotzdem lese ich (auch aus beruflichen Gründen) immer wieder Artikel und Studien zum Thema Muttermilch.

Ich weiß, dass Kinder, die gestillt werden, im Durchschnitt intelligenter, schlanker und gesünder sind. Ich habe auch von der besonderen Verbindung gehört, die bei Stillen zwischen Mutter und Kind entsteht.

Und ich muss sagen, je mehr ich über Muttermilch lese, desto mehr fasziniert es mich, wozu der weibliche Körper in der Lage ist.

Hier sind 13 wirklich faszinierende Fakten über Muttermilch:

1. Um Muttermilch zu produzieren, schmelzen wir unser Fett ein. Dafür werden vor allem die Fettdepots an Po und Oberschenkeln angezapft. Während der Stillzeit können Frauen daher etwa ein halbes Kilogramm Körperfett pro Monat verlieren.

2. Die Fettsäuren in der Muttermilch sind für die Entwicklung des Säuglingsgehirns entscheidend. Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass Frauen mit mehr Körperfett intelligentere Kinder großziehen.

3. Muttermilch bietet Schutz. Und das ein Leben lang. Denn Muttermilch enthält wichtige Bestandteile, die das Immunsystem des Babys stärken. Sie schützen Babys vor Krankheiten und Infektionen und bestimmen die Entwicklung bis ins Teenager-Alter. Selbst Erwachsene profitieren noch von der Schutzfunktion, die sie über die Muttermilch bekommen haben.

4. Muttermilch ist Medizin. Jetzt wird es richtig abgefahren: Muttermilch passt sich den Bedürfnissen des Babys an. Ihre Schutzwirkung sorgt dafür, dass Säuglinge sich zum Beispiel seltener erkälten. Werden sie aber doch einmal krank, produziert die Mutter in ihrer Milch natürliche Antibiotika, die die Infektion des Kindes bekämpfen. Das ist laut Katie Hinde von der Arizona State University möglich, weil der Körper der Mutter beim Stillen über die Brustwarzen den Speichel des Babys aufnimmt und so die idealen Abwehrstoffe entwickeln kann.

5. Auch kleine Verletzungen können mit Muttermilch behandelt werden. Kratzer, Ohren- und Augenentzündungen heilen schneller, wenn sie mit Muttermilch benetzt werden.

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6. Muttermilch enthält Stammzellen. Das haben australische Wissenschaftler herausgefunden und hoffen, daraus Therapien für verschiedene Krankheiten entwickeln zu können. Denn die Stammzellen in Muttermilch sind einzigartig: Sie lassen sich in andere Zelltypen umwandeln, können also neu programmiert werden.

7. Alle Vitamine und Nährstoffe, die ein Baby in den ersten sechs Lebensmonaten braucht, sind in Muttermilch enthalten. Babys, die gestillt werden, brauchen nicht einmal zusätzliches Wasser.

8. Sie schmeckt jeden Tag anders - je nachdem, was die stillende Frau isst. Das hilft Babys dabei, ihren Geschmackssinn zu entfalten und Lieblingsgeschmäcker zu entdecken.

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9. Je nach Tageszeit ist Muttermilch unterschiedlich zusammengesetzt. Spezielle Biomoleküle in der Milch treten in unterschiedlichen Konzentrationen auf und machen dadurch gegen Abend müde und tagsüber wach. Das haben Forscher der spanischen Universität Extremadura festgestellt. Mütter, die abpumpen, sollten die Milch daher nicht zu lange aufheben.

10. Muttermilch hilft Babys, sich zu orientieren. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung der Milch erfahren Babys den Unterschied zwischen Nacht und Tag.

11. Dank Muttermilch schlafen auch Eltern länger. Das hat eine Studie der University of California ergeben. Eltern, deren Babys gestillt werden, schlafen demnach durchschnittlich 45 Minuten mehr pro Nacht.

12. Der Körper produziert genau die richtige Menge. Wenn das Baby zum Stillen angelegt wird, ist der Milchfluss am Anfang stark und wird dann immer weniger. Der Körper reguliert das ganz automatisch.

13. Für die Produktion der Milch braucht der Körper ungefähr 25 Prozent der Gesamtenergie des Körpers. Zum Vergleich: Das Gehirn braucht 20 Prozent.


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