WIRTSCHAFT
29/10/2015 00:19 CET | Aktualisiert 29/10/2015 00:20 CET

Milliardenverluste - so schlimm steht es um die Deutsche Bank

Getty
Die Deutsche Bank in Frankfurt

Die Deutsche Bank befindet sich in einer Krise. Die Aktionäre werden für 2015 und 2016 - erstmals seit den 1950er Jahren - auf eine Gewinnausschüttung verzichten müssen. Das teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Mittwochabend mit.

Die Bank kleidete die Nachricht in nette Worte: "Der Vorstand erwartet, ab dem Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe einer wettbewerbsfähigen Ausschüttungsquote vorzuschlagen."

Vor drei Wochen erreichte die Anleger eine Horror-Nachricht. Das Unternehmen hatte den höchsten Milliardenverlust der Firmengeschichte bekanntgegeben: Die Bank erwartet für das dritte Quartal unter dem Strich 6,2 Milliarden Euro Verlust - das ist noch mehr als zum Höhepunkt der Finanzkrise 2008 als die Lehman-Pleite die Finanzwelt schockte.

Der Grund ist vor allem die Postbank-Tochter. Die musste gigantische Abschreibungen hinnehmen - die Deutsche Bank will sich inzwischen von ihr trennen. Auch das Investmentbanking ist nicht mehr so lukrativ. Für Rechtsrisiken legte die Bank weitere 1,2 Milliarden Euro zurück.

Jetzt soll aufgeräumt werden. Vier Monate nach seinem Amtsantritt legt der neue Konzernchef John Cryan heute in Frankfurt die Details seiner künftigen Strategie vor.

Dabei werden weitere harte Einschnitte erwartet: Zuletzt hatte es in Finanzkreisen geheißen, dass über die bereits im April beschlossene Trennung von der Postbank hinaus bis zu 10.000 Stellen auf der Kippe stünden.

„Ultimatives Statussymbol“: Warren Buffet kauft sich ein Stück Griechenland

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite