POLITIK
27/10/2015 03:39 CET | Aktualisiert 27/10/2015 06:17 CET

USA schicken Kriegsschiff ins Südchinesische Meer - und provozieren damit Peking

Getty

Spannung im Pazifik: Die USA haben am Dienstag ein Kriegsschiff in direkte Nähe der von China beanspruchten Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer geschickt. Ein hoher Militär bestätigte dem US-Sender CNN, dass der Zerstörer durch die Zwölf-Meilen-Zone um die Inseln gefahren sei. Die Operation, die US-Präsident Barack Obama genehmigt habe, sei bereits abgeschlossen.

Ungewöhnlich schnell reagierte Chinas Außenminister Wang Yi: Er rief die USA dazu auf, keinen Ärger zu machen. Die chinesische Seite überprüfe noch die Berichte: "Wenn es stimmt, fordern wir die USA auf, zweimal nachzudenken, bevor sie etwas unternehmen." Sie sollten "nicht unbesonnen handeln und viel Lärm um Nichts machen".

Warum ist das US-Manöver so heikel? Auf den umstrittenen Spratly-Inseln baut China einige Korallenriffe durch Aufschüttung zu künstlichen Inseln auf, von denen eine auch als Start- und Landebahn für Flugzeuge genutzt werden soll. Der Einsatz des Zerstörers «USS Lassen» soll laut CNN auch durch Überwachungsflugzeuge abgesichert worden sei.

Um die Inselgruppe gibt es seit Jahren Streit. Sowohl Peking als auch die Regierungen von Taiwan, Vietnam, Brunei, Malaysia und der Philippinen erheben Anspruch auf die Inseln.

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