WIRTSCHAFT
27/10/2015 07:08 CET | Aktualisiert 27/10/2015 09:25 CET

Studie: Menschen, die ständig an ihrem Smartphone hängen, haben dieses psychische Problem

Du bist ständig am Handy? Dann haben Forscher Erstaunliches über dich herausgefunden.
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Du bist ständig am Handy? Dann haben Forscher Erstaunliches über dich herausgefunden.

Eure S-Bahn kommt erst in zwei Minuten – noch genug Zeit, um einen kurzen Blick auf das Smartphone zu werfen und zu schauen, was es so Neues im Facebook-Feed gibt, um Twitter zu aktualisieren und schnell noch ein Selfie auf Instagram zu posten. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, wie das auf Menschen um euch herum wirkt?

Egal, wie unauffällig ihr auch auf euer Handy schielst, irgendjemand bekommt es immer mit und zieht unbewusst Schlüsse über eure Persönlichkeit. Und diese Vermutung belegt eine aktuelle wissenschaftliche Studie: Eine intensive Beziehung zu dem Smartphone sagt mehr über euch aus, als ihr bislang dachtet.

Seid ihr Handy-Süchtig?

Für die Studie forderten Forscher unter der Leitung von James A. Roberts, Professor an der Baylor University, 346 Studenten auf, einen Fragebogen rund um das Thema Handysucht auszufüllen. Sie sollten unter anderem angeben, inwiefern sie den Aussagen „Ich bin verunsichert, wenn mein Smartphone nicht in Sichtweite ist“ und „Ich verbringe mehr Zeit mit meinem Handy, als ich sollte“ zustimmen.

Das Ergebnis: Besonders emotional instabile Menschen checken häufig ihr Smartphone – denn es dient als eine Art Gute-Laune-Kick. Und diesen Zusammenhang bestätigen auch andere Studien: Wissenschaftler der Ohio State University fanden heraus, dass besonders instabile und impulsive Menschen dazu neigen, viel Zeit mit ihrem Smartphone zu verbringen und viele Selfies posten.

So negativ denken Leute über Smartphone-Nutzer

Und was denkt das Umfeld? Außenstehende assoziieren mit Menschen, die am Handy hängen, Eigenschaften wie Materialismus und einen impulsiven, unruhigen Charakter. Wirklich überraschend ist das eigentlich nicht, aber unangenehm, wenn man unwissentlich selbst in so eine Schublade gesteckt wird.

Dagegen überrascht aber diese Erkenntnis: Introvertierte Menschen sind deutlich seltener am Handy. Die Forscher erklären es sich dadurch, dass diese Personen nicht das Bedürfnis haben, rund um die Uhr „connected“ zu sein.

Wenn ihr also das nächste Mal vor lauter Langeweile eure Emails checkst, müsst ihr nicht in Panik verfallen - schaut euch einfach um. Ihr seid definitiv nicht die Einzigen, die eine vielleicht etwas zu emotionale Beziehung mit ihrem Smartphone führen.

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