POLITIK
27/10/2015 11:55 CET | Aktualisiert 28/10/2015 11:16 CET

Bacon Conspiracy: Besorgte Bürger haben eine unfassbare Verschwörung aufgedeckt

Thinkstock
Two young men in back seat of car, view through window

Die Nachricht hat uns alle geschockt: Verarbeitetes Fleisch soll krebserregend sein. Würstchen und Schinken sind damit gesundheitsschädlich, so warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund der Ergebnisse einer neuen Studie.

Während die einen sich ob der Tragik dieser Erkenntnis resignierend die nächste Zigarette anstecken, hadern einige findige Zeitgenossen nicht lang und begeben sich stattdessen auf Recherche.

Recherche à la Rechts

Denn wenn uns jemand unsere Würstchen madig machen will, kann er nichts Gutes im Schilde führen.

Im Gegenteil: Derjenige hat vermutlich finstere Motive. Unlautere, unfaire, ja: umstürzlerische Ziele. Und wer könnte so jemand sein?

Genau! Jemand, der keine Würstchen mag. Und wer mag keine Würstchen? Etwa, weil da Schweinefleisch drin sein kann?

Genau! Muslime.

Wenn ihr dieser überzeugenden Logik bislang folgen konntet, ahnt ihr ja bereits, was als Nächstes kommt.

Genau. Die WHO ist eine islamische Propagandamaschine, die mit einer fingierten Studie versuchen möchte, die Welt von nicht muslimischen Essgewohnheiten zu befreien.

So argumentieren zumindest Vertreter der Rechten in den USA. Wie dieser twitter-Nutzer: "Die WHO hält Würste und Schinken und rotes Fleisch für krebserregend. Die möchten sich nur an den Islam ranschmeißen. F**** sie."

Oder Anthony Clarke: "Bacon tötet. Aber nicht so wie eine Machete, äh. Schon wieder eine UN-Verschwörung um den Islam zu unterstützen."

Don Lovett meint: "Die WHO unterstützt den Islam. Also esst Bacon und ärgert damit Muslime."

Und "White House PR" hält die gesamte WHO für infiltriert:

Hätten wir das auch geklärt.

Video: Warum Sie Ihr Steak besser nicht well done essen sollten

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