LIFE
27/10/2015 15:43 CET | Aktualisiert 28/10/2015 12:27 CET

Jeffrey Sank erkrankt am familiären Mittelmeerfieber

Er dachte, er hätte eine Lebensmittelvergiftung. Doch dann kam die Wahrheit ans Licht.
Thinkstock
Er dachte, er hätte eine Lebensmittelvergiftung. Doch dann kam die Wahrheit ans Licht.

Jeffrey Sank war 38 Jahre alt, als es zum ersten Mal passierte. Im Juni 2009 war das. Er bekam Bauchschmerzen. Nicht nur ein bisschen. Sondern so schlimm, dass er ein oder zwei Tage lang zu nichts mehr in der Lage war. Erst dachte er an eine Lebensmittelvergiftung. Doch die Schmerzen kamen immer wieder.

„Ich fühlte mich so, als ob ich 1000 Situps gemacht hätte“, erzählt der US-Amerikaner dem britischen "Independent". „Oder so, als ob mir jemand 100 Mal in den Bauch geschlagen hätte.“

Erst fühlte es sich an wie eine Erkältung, dann wie die Hölle

Sank lernte bald einzuschätzen, wann wieder so eine Schmerz-Attacke kommen würde. Er fühlte sich unwohl und schlapp, heißt es in der Zeitung. So, als würde er eine Erkältung bekommen.

Fast ein Jahr lang ging Jeffrey Sank durch die Hölle. Er suchte verschiedene Ärzte auf, Krankenhäuser, Heilpraktiker, nahm Medikamente. Nichts und niemand konnte ihm helfen. Oder ihm wenigstens sagen, was die Ursache für seine Schmerzen war.

Ein Arzt glaubte, Jeffrey Sank spiele ihm etwas vor

Die Ärzte vermuteten laut "Independent" unter anderem die Refluxkrankheit, eine Leberfunktionsstörung, einen Darmverschluss, Gallensteine, Malaria und Krebs. Einer der Mediziner glaubte, dass Jeffrey Sank nur vorgab, krank zu sein.

Erst der Gastroenterologe William Steinberg, der seine Praxis in der Nähe von Washington D. C. hat, fand die Ursache.

Ein Spezialist findet die Ursache

Der Arzt hatte dem Bericht nach zuvor in Israel gearbeitet. Dort behandelte er Patienten, die ähnliche Symptome hatten wie Jeffrey Sank. Sie litten am sogenannten familiären Mittelmeerfieber (FMF). Eine vererbbare Krankheit, die häufig in Israel, Griechenland und der Türkei auftritt. Jeffrey Sank dagegen hat osteuropäische Vorfahren, die sich in Österreich angesiedelt haben.

Sein Arzt fand, einen Versuch sei die Sache trotzdem wert. Schließlich könne man familiäre Verbindungen auch nicht ganz ausschließen. Er gab ihm ein Medikament, mit dem das familiäre Mittelmeerfiber normalerweise behandelt wird: Colchizin. Mit Erfolg. Jeffrey Sanks Attacken hörten auf.

Mehr als nur ein Riechorgan: Sie haben einen guten Geruchssinn? Dann könnte Ihnen diese Krankheit drohen

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite