LIFE
27/10/2015 06:38 CET

Alle lachten ihn aus - aber dann sah ihn ein Talentscout

Brendan tanzt und wird berühmt
YoutTube/Justine David
Brendan tanzt und wird berühmt

Brendan Jordan wuchs in einer Kleinstadt in Nevada, USA, auf. Er war laut, unangepasst und eckte mit seinem Anderssein überall an. Seine Mitschüler machten sich über seine hohe Stimme und sein Make-up lustig.

Aber sein bisheriges Leben änderte sich grundlegend, als ein Shoppingcenter in der Nähe seiner Heimatstadt eröffnet wurde. Brendan fuhr mit seiner Familie hin und stand in der Menschenmenge, als ein Sprecher des lokalen Nachrichtensenders KLAS-TV Channel 8 von dem Ereignis berichtete. Brendan positionierte sich genau hinter dem Sprecher und tanzte zur Musik im Hintergrund - in einem sehr ausgefallenen Tanzstil.

Die Leute um ihn herum starrten ihn an, aber das war Brendan egal.

Er tanzte einfach weiter – und imitierte dabei sein Vorbild Lady Gaga. Das Video über die Eröffnung mit dem tanzenden Brendan im Hintergrund landete auf YouTube und ging viral. Er galt als der „Junge mit dem peinlichen Tanzstil“ – aber für Brendan war es der Startschuss einer unglaublichen Karriere.

Denn auch Talentscout Chuck Field, der mit YouTube-Stars arbeitete, bekam das Video zu Gesicht.

Noch im gleichen Jahr hatte Brendan einen Werbedeal mit der Modemarke American Apparel in der Tasche. Jetzt hat der 15-Jährige beinahe 230 000 Abonnenten auf YouTube und ist ein gefragtes Model.

Er selbst sagte zur Huffington Post USA: „Es gab so viele Veränderungen in meinem Leben seit das Video viral ging. Meine Accounts in den sozialen Medien explodieren jeden Tag vor lauter Nachrichten. (...) Die größte Veränderung ist aber, dass ich jetzt endlich gehört werde. Ich will die Botschaft von Gleichheit, Freiheit, Liebe, Selbstakzeptanz verbreiten und bin gegen Vorverurteilung von Menschen. Ich will, dass die Leute wissen, dass es okay ist, man selbst zu sein und für das zu kämpfen, an das man glaubt."

Brendan beschreibt sich selbst als "gender-fluid" (also weder als eindeutig weiblich oder männlich) und es ist ihm egal, ob er als "Er" oder als "Sie" bezeichnet wird.

Video:

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